03-17-2026, 09:32 AM
Martin war unruhig und ging in seinem Zimmer auf und ab, unfähig, zur Ruhe zu kommen. Er beschloss, einen Spaziergang zu machen. Sein Vater hatte beim Frühstück sehr aufgebracht gewirkt, und sein älterer Bruder William war gar nicht heruntergekommen. Als er Chilvers fragte, erfuhr er, dass sich der Zustand Seiner Lordschaft in der Nacht verschlechtert hatte und er voraussichtlich am nächsten Tag nach London fahren würde, um seine Ärzte erneut aufzusuchen, sofern er reisefähig sei.
William, Earl of Holdenhurst, war Erbe von Croome und des Titels seines Vaters. Martin erkannte an jenem Morgen, als er seinen Vater dabei beobachtete, wie er teilnahmslos mit seinen Heringen spielte, dass dieser in die Jahre gekommen war; ein strenger Mann, geprägt von der Herrschaft Königin Victorias und nicht gerade jemand, der mit dem Wandel der Zeit – der Elektrizität, der „Neuen Frau“ und Mr. Lloyd George – zurechtkam. Der Tod seiner Frau, der Mutter der Jungen, hatte den Marquess of Branksome einsam zurückgelassen, und die Krankheit seines ältesten Sohnes schien seinen Kummer nur noch zu verstärken. Vor allem aber schwebte die Frage der Thronfolge über ihm. William war mit fünfundzwanzig Jahren noch unverheiratet. Martin, dreizehn, war der einzige nahe männliche Verwandte, abgesehen von einem unverheirateten Onkel, der eine indische Provinz verwaltete und nur selten und desinteressiert in England und noch seltener in Croome erschien.
Die frische Luft wirkte Wunder, und Martin begann, an andere Dinge zu denken. Er sollte übermorgen wieder zur Schule gehen. Er spielte gut Cricket und hoffte, sich für Lacrosse zu qualifizieren – eine aufregende neue Sportart, die ein kanadischer Lehrer an seiner Schule eingeführt hatte. Der fast unvorstellbare Gedanke, eines Tages Teil der Schulmannschaft zu sein, mit all den Oberstufenschülern, zu denen er fast genauso aufsah wie zu William, begeisterte ihn. Martin nutzte jede Gelegenheit (und davon gab es viele), um verstohlene Blicke auf ihre muskulösen Körper zu werfen, und die älteren Jungen, ganz im Sinne der Traditionen von Martins altehrwürdiger Schule, erwiderten sein Interesse. Diese verstohlenen Blicke und, nicht selten, auch körperliche Annäherungsversuche bescherten ihm jedes Mal ein prickelndes Vergnügen.
Martin und sein Retriever Job waren an diesem warmen Herbsttag fast eine Stunde unterwegs. Job hatte sichtlich Spaß, als er – wenn auch erfolglos – Kaninchen hinterherjagte und dafür von den Dorfbewohnern auf dem Weg durch Branksome-le-Bourne, eines der drei Dörfer des Anwesens, mehrmals gestreichelt wurde. Martin folgte dem Bachlauf in ein Wäldchen und genoss den Mittagsschatten. Das Geräusch einer Axt wurde lauter, und bald stießen die beiden auf eine kleine Stelle im Fluss. Ein altes Seil, offensichtlich zum Spielen gedacht, baumelte von einem Ast einer überhängenden Buche im weichen, braunen Wasser. Auf einem ins Wasser gefallenen Baumstamm stand ein Junge in Martins Alter und schwang geschickt die Axt. Er trug kein Hemd, und seine Muskeln glänzten vor Schweiß, was in Martin dasselbe Vergnügen auslöste wie in der Gegenwart der älteren Jungen in der Schule. Eine widerspenstige, schwarze Haarsträhne hatte sich über seine Stirn verirrt und klebte nun über einem Auge, was es dem Axtmann erschwerte, Martins lautloses Herannahen auf dem Teppich aus rotbraunen Blättern zu beobachten.
Der Blitz der Axt, die gewaltigen Muskeln in Rücken und Schultern und der entschlossene, grimmige Blick des Jungen ließen Martin minutenlang wie gebannt zusehen. Dann sprang Job vor und stieß einen freudigen Beller aus. Der Junge richtete sich auf, hielt die Axt inne und schenkte dem Hund ein strahlendes Lächeln – das schönste Lächeln, das Martin je gesehen hatte. Der Junge wollte gerade etwas zu dem Hund sagen, als er Martin am Ufer bemerkte. Er wollte seine Mütze hochziehen, als er merkte, dass sie zusammen mit seinen anderen Kleidern am Fuße eines riesigen Baumes am Ufer lag.
"Hallo, Euer Lordschaft, ich habe Euch dort nicht stehen sehen", sagte er mit einem Anflug des freundlichen, sanften Akzents der Gegend.
"Hallo", erwiderte Martin, noch immer etwas zu fassungslos, um klar denken zu können, "was machst du da?"
"Ich versuche gerade, diesen umgestürzten Baum hier wegzuräumen, Sir. Er blockiert meinen Badeplatz."
"Schwimmen Sie hier?"
"Ja, Herr, jeden Tag, an dem ich kann, außer wenn es komplett durchgefroren ist", antwortete der Junge und tätschelte nun grob den ihn bewundernden Job.
„Gehst du denn nicht zur Schule?“, fragte Martin und merkte dann, dass es unhöflich klang. „Ich meine, es muss herrlich sein, nicht zur Schule gehen zu müssen und den ganzen Tag schwimmen und Spaß haben zu können“, fügte er verlegen hinzu und deutete auf das Seil.
„Ja, Euer Lordschaft, ich gehe zur Schule“, erwiderte er leicht genervt. Er richtete sich auf und strich sich mit einer geschickten Bewegung eine Haarsträhne aus dem Gesicht, wodurch ein dunkler Haarschopf in seiner muskulösen Achselhöhle zum Vorschein kam, was Martin bei diesem Anblick erschaudern ließ. „Ich bin fast 15 und gehe in die achte Klasse der Dorfschule. Und ich bin Kapitän unserer Cricketmannschaft“, fügte er hinzu, um seinen Lebenslauf abzurunden. „Eure Familie hat uns letzten August beim Spiel zugesehen, als wir Holes mit einem Innings und elf Runs besiegt haben.“
"Wie heißen Sie?"
"Stephen, Euer Lordschaft, Stephen Knight, mein Stiefvater ist Titus Knight, der für Euer Vater arbeitet."
Martin betrachtete seine intensiv blauen Augen, die unter dem rabenschwarzen Haar hervorblitzten, und den erwartungsvollen Ausdruck in seinem Gesicht, dessen kantiges Kinn durch eine attraktive Spalte geteilt war.
"Na, Knight, dann lass uns diesen Baumstamm wegräumen, damit wir schwimmen gehen können."
„Eure Lordschaft, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee wäre. Ihr werdet schmutzig und könntet euch verletzen und…“
„Hör auf mit dem Quatsch“, unterbrach Martin ihn etwas trotzig. „Ich bin kein Schwächling, nur weil ich jünger bin als du – ich spiele auch Cricket und versuche, in der Schule für Lacrosse zu spielen“, log er, „und was noch?“
„Nun, ich habe kein Kostüm, Euer Lordschaft, und Ihr auch nicht“, erwiderte er, musterte den jungen Aristokraten aufmerksam und bemerkte anerkennend dessen sich entwickelnde Brust und Beine, insbesondere aber seinen wohlgeformten Po. Stephen starrte ihn weiterhin kühn an und erwartete, dass der Jüngere nachgeben würde, doch Martins volle, rote Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, als ein Blick zwischen den beiden Jungen hin und her wechselte.
„Hast du noch nie einen anderen Kerl ohne Kleidung gesehen?“, fragte Martin provokant, zog sein Hemd aus und hängte es an einen niedrigen Ast. Nun, da er wie sein Begleiter oberkörperfrei war, trat Martin näher und roch den Schweiß des Jungen. Der Geruch berauschte ihn, doch er erholte sich schnell und fragte, wie er helfen könne. Stephen gab ihm ein paar kurze Anweisungen, und die nächste halbe Stunde arbeiteten sie wie alte Freunde zusammen, lachten und scherzten, vergaßen ihre unterschiedlichen Aufgaben, während Hiob nicht weit entfernt lag und das Geschehen beobachtete.
Als sie den Baumstamm beiseite geräumt hatten, waren beide klatschnass. Martin sah seinen neuen Freund an und lächelte breit; noch nie in seinem kurzen Leben war er so glücklich gewesen, erkannte er plötzlich – vielleicht zum ersten Mal überhaupt – und war fast erschrocken über die Einfachheit des Ganzen. Mit Stephen fühlte er sich plötzlich frei, frei, ganz er selbst zu sein.
Er richtete sich auf und begann, seine Hose aufzuknöpfen, während Stephen ihn mit großen Augen, aber nicht eingeschüchtert, ansah. „Na ja, ich dachte, wir wollten schwimmen gehen?“, sagte Martin, als er seine Hose auszog. Stephen riss sich zusammen und begann ebenfalls, sich auszuziehen. Dann standen die beiden Jungen einander gegenüber, zum ersten Mal nackt, und jeder betrachtete den Körper des anderen.
Martin konnte es kaum glauben, dass Stephen kaum mehr als ein Jahr älter war als er selbst. Er hatte den Körper eines jungen Mannes, nicht eines Jungen, was seine Größe und Muskulatur betraf, und er trug sich mit dem Selbstbewusstsein der Oberstufenschüler seiner Schule. Stephens Beine waren mit dunklen Haaren bedeckt, und Martins Blick wanderte zu seinem Schritt hinauf, wo, umgeben von erwachseneren Haaren, und ein großer Penis hing – ein sehr großer Penis –, um es mit den Worten der Schüler auszudrücken –, einer, der die Jungs aus der Lacrosse-Mannschaft leicht beschämt hätte. Die lange, braune Vorhaut, die die Eichel abstumpfte, faszinierte den starrenden Martin, der eifersüchtig Vergleiche mit seinem eigenen Körper anstellte; er hatte noch nie einen solchen aus der Nähe gesehen, da fast alle Jungen, die er in der Schule kannte, beschnitten waren. Und noch nie hatte er einen von dieser beeindruckenden Größe gesehen, denn er hing sanft einige Zentimeter über einem ebenso beeindruckenden, tief hängenden Hodensack, der sicherlich zwei Wachteleier enthielt. Martin fragte sich, wie er das alles in eine Schachtel stopfen konnte, wenn er zum Schlag antrat. Diese ganze Pracht lag in einem Büschel desselben seidigen, rabenschwarzen Haares, das seinen Kopf mit seinen lockeren Locken umspielte und sich als attraktives, maskulines Dreieck auf seiner Brust wiederholte. Als er sich umdrehte, sah Martin, dass derselbe feine Haarschatten auch sein wohlgeformtes, muskulöses Gesäß bedeckte.
Stephen war gleichermaßen fasziniert von Martins beschnittenem Penis und der Schönheit des jungen Aristokraten. Dessen leuchtend goldenes Haar (ein nordisches Erbe seiner Großmutter mütterlicherseits) fiel ihm in Wellen über die Stirn, über seinen sanften blauen Augen. Unter seinen Achseln lugten gepflegte blonde Haarbüschel hervor, und um seine Brustwarzen herum wuchsen ein paar Härchen, die seine porzellanweiße Haut perfekt ergänzten. Bei genauerem Hinsehen zeichnete sich gerade ein dünner Strich von seinem Bauchnabel zu einem prächtigen, jugendlichen Penis ab, der in einem sich entwickelnden goldenen Fleck lag. Martins weißer Penis war bei Weitem nicht so lang wie seiner, gab er sich selbst gegenüber zufrieden zu, aber er wirkte gut und dick und ruhte auf zwei prallen, haarlosen Hoden. Stephen erinnerte sich an seine Begegnungen mit Mädchen und Jungen im Dorf, aber bis zu diesem Moment hatte er nie zuvor ein so starkes Verlangen nach einem anderen Jungen verspürt. Er war völlig hingerissen von seinem neuen Freund und wünschte sich in diesem Moment nichts sehnlicher, als ihn zu umarmen und seine vollen Lippen zu küssen.
Unbewusst bewegten sie sich aufeinander zu, und dabei begann Stephens Penis sich zu verlängern. Seine dicke Vorhaut zog sich zurück und gab den Blick auf die große, glänzende rote Eichel frei. „Noch ein Baumstamm, den es zu beseitigen gilt“, sagte Martin frech und betrachtete Stephens unkontrollierbare Erektion. Stephen errötete, unternahm aber nichts, um die Situation zu ändern.
„Es tut mir leid, Euer Lordschaft, es scheint ein Eigenleben zu führen“, sagte er und blickte einen Moment lang zu Boden, was wenig überzeugend wirkte.
"Bitte, ich heiße Martin, wenn ich Sie Stephen nennen darf.", sagte Martin lächelnd, blickte ihm in die Augen und gab Stephens frecher Erektion einen spielerischen Klaps, bevor er versuchte, sie mit der Hand zu umfassen.
„Na schön, Euer Herr …“, keuchte Stephen überrascht, als Martins Berührungen – er zog die Vorhaut zurück und strich mit dem Daumen über die empfindliche Eichel – ihm plötzlich gefielen. „Ich meine, Entschuldigung, Martin“, keuchte er und griff nach Martins ebenfalls hartem Glied. Die beiden Jungen zitterten vor Lust, während sie sich gegenseitig befriedigten, bis sie erschöpft waren. Stephen kam in einem heftigen Schwall in Martins Hand. Martin war so von Lust überwältigt, dass er sich völlig vergaß, sich aufrichtete und Stephen leidenschaftlich küsste. Mitten in der Zärtlichkeit geriet er in Panik, bis er spürte, wie Stephen die Kontrolle übernahm, seine Arme um Stephens Kopf schlang und seine Zunge in seinen Mund schob – Stephen war nicht beleidigt gewesen; er hatte es sich auch gewünscht. Als sie den Kuss lösten, sahen sich die beiden Jungen mit breitem Grinsen und einem Anflug von Schuld an, während sie nach Luft schnappten. Dann lachten sie beide und rannten zum Wasser.
Wie verabredet trafen sich die Jungen am nächsten Nachmittag am Schwimmbad. Martin war als Erster da, er war mit dem Fahrrad von zu Hause gekommen und hatte zwar ein Handtuch dabei, aber seine Badesachen mal wieder „vergessen“. Er war vor Aufregung ganz aufgeregt und malte sich schon die schlimmsten Szenarien aus, falls Stephen nicht kommen sollte. Doch diese Sorgen waren schnell überflüssig, als knackende Geräusche ankündigten, dass Stephen sich dem geheimen Ort näherte und die Zweige des portugiesischen Lorbeerbaums, die die Mauern um das Schwimmbad bildeten, beiseite schob.
Er trug enge Hosen, die für seine Größe vielleicht etwas zu kurz waren, dazu ein Jackett und ein kragenloses Hemd. Als er seine Mütze beiseite warf, blitzte in seinen blauen Augen ein wilder, lüsterner Blick auf, der Martin gleichermaßen erregte und ängstigte. Ohne Umschweife küsste er Martin leidenschaftlich auf den Mund und keuchte: „Ich konnte letzte Nacht nicht schlafen, weil ich so sehr an unser heutiges Treffen gedacht habe.“
„Ich auch nicht“, keuchte Martin hervor, geblendet von dem Wissen, dass er der Grund für diese Gefühle war, die in einem so lüsternen Burschen wie Stephen geweckt wurden. Sie entkleideten sich rasch, und Martin bemerkte anerkennend, dass Stephen keine Unterwäsche trug, während er in unbeholfenen Kombinationen steckte. Beide Jungen waren steinhart, noch bevor sie sich ganz ausgezogen hatten. Stephen zog Martin zu einem weiteren leidenschaftlichen Kuss an sich. Während sie um die Vorherrschaft über ihre Münder rangen, gelang es Martin, Stephens große Erektion unter seine Hoden zu bekommen und dann seine Schenkel fest zusammenzupressen. Stephen stöhnte in seinen Mund und begann instinktiv, sein Glied in dieser intimen und bequemen Umgebung zu stimulieren, wobei sein Schwanz einen stetigen Strom seines jungen Samens absonderte, der als Gleitmittel wirkte und seine Leidenschaft weiter anfachte.
Wie bei allen Jungs dauerte es nicht lange, bis Stephen eine scheinbar eimerweise Samenflüssigkeit zwischen den Beinen seines Liebhabers ergoss. Das Gefühl von Stephens Ejakulation zwischen seinen Schenkeln ließ auch Martins Penis, der zwischen ihren Bäuchen eingeklemmt gewesen war, ejakulieren. Sie keuchten auf und lösten sich voneinander, um zu begreifen, was ihre Handlungen, wenn nicht gar ihre Gefühle, bewirkt hatten. Dann lachten die Jungen erleichtert über die Erfüllung ihrer Leidenschaft und die Freude über deren Frische, stürzten sich ins Wasser und tollten dort über eine Stunde lang herum.
Nach dem Baden lagen beide erschöpft und tropfnass am Ufer. Martin verkündete, er verhungere, und Stephen sagte: „Komm zum Tee zurück ins Cottage. Ich möchte dir meinen Stiefvater vorstellen, falls du das möchtest.“
„Das würde mir sehr gefallen“, antwortete Martin aufrichtig, und tatsächlich fiel ihm in diesem Moment keine andere Einladung ein, die er vorziehen würde.
Stephen nahm das Handtuch und trocknete Martin sorgfältig ab. Als Martin ihm den Gefallen erwidern wollte, winkte Stephen ihn nur ab und meinte, er sei schon fast trocken. Er zog sich die Hose über die nackten Beine und das Gesäß, wobei das feuchte Hemd an seinen Muskeln klebte.
Stephen trat in die Pedale, während Martin auf der Bar saß und seinen Rücken an Stephens tröstende Brust lehnte. Die Intimität dieser einfachen Handlung ließ Martins Penis in der Hose erneut erregen.
Als die Küchentür entriegelt wurde, bellten drei Border Collies aufgeregt, um ihren Besitzer zu begrüßen. Knight, etwas überrascht vom unerwarteten Besuch seines Sohnes, stand auf, begrüßte Martin und folgte dann dem Beispiel seines Sohnes, um sich in ein entspanntes Gespräch zu vertiefen, während Tee und Buttertoast serviert wurden. Die Hunde fraßen gierig, ihr Hunger war noch verstärkt durch die Aktivitäten des Nachmittags.
Knight erzählte von Croome und dem Land, das er so offensichtlich liebte – seine Stimme so sanft und warm wie das Knistern des Feuers im Küchenofen. Er erinnerte sich an Besuche von Martins Mutter und Großmutter in eben dieser Küche und ging bei der Mutter etwas behutsam vor, aus Angst, den Jungen zu verletzen. Als das Gespräch auf Schule und Sport kam, strahlte der alte Mann vor Stolz, als er Stephens Erfolge aufzählte und ihn sogar als Dorfhelden bezeichnete. Stephen errötete daraufhin anständig, widersprach aber nicht, sichtlich erfreut darüber, seinen aristokratischen Freund beeindrucken zu können. Martin wünschte sich, er hätte einen Elternteil oder einen Verwandten, der so für ihn empfand, doch solche Erfolge galten in Familien wie seiner als unschicklich, und er konnte sich nur daran erinnern, dass seine Mutter ihn zweimal in der Vorbereitungsschule besucht hatte und sein Vater nie. Der Gedanke, wieder zur Schule gehen und Stephen zurücklassen zu müssen, machte ihn krank.
Knight stand auf und erklärte, er müsse noch etwa eine Stunde Fallen aufstellen, bevor es dunkel werde. Martin stand ebenfalls auf und reichte ihm die Hand, die Knight fest schüttelte. Er dankte „Mr. Knight“ für den Tee und kündigte höflich an, wiederzukommen, um den Dachsbau in dem zuvor erwähnten Wäldchen zu besichtigen.
Als sein Vater das Tor verlassen hatte, fragte Stephen schüchtern, ob Martin seine Bücher sehen wolle. Ohne zu bedenken, dass Croome eine der besten Bibliotheken in dieser Gegend Englands besaß und in diesem Moment sogar ein Bibliothekar hauptberuflich damit beschäftigt war, mittelalterliche Handschriften zu katalogisieren, antwortete Martin mit belegter Stimme, dass er das sehr wohl wolle.
Stephen führte ihn die schmale Treppe hinauf und packte ihn schließlich am Arm, um ihn herunterzuziehen, damit er nicht an einem verbogenen Eichenbalken hängen blieb, der wohl nur deshalb dort angebracht worden war, um Unvorsichtige zu erschrecken. Martin spürte den elektrisierenden Reiz seiner Berührung.
Stephens Schlafzimmer war ein winziger, verwinkelter, weiß getünchter Raum unter dem Reetdach. Trotzdem war es ein sauberes und einladendes Zimmer, wenn das Nachmittagslicht durch die Dachgaube fiel. Martin ging zum Fenster und blickte über das Dorf. Dort stand die Kirche mit ihrem quadratischen Turm. Dort war der Bach, in dem sie geschwommen waren, und vermutlich auch derselbe, der den Zierteich in seinem Garten speiste. Das Haus selbst war auf der anderen Seite des Parks nicht zu sehen, worüber Martin froh war. Doch er war sich bewusst, dass alles andere, was er sah, seinem Vater gehörte: der Wildhüter, das Dorf, der Park, der Bach, die Kirche – und vielleicht sogar Gott selbst. Seine Familie besaß all das, und doch war er es, der sich in diesem Zimmer danach sehnte, zu jemand anderem zu gehören.
Die Büchersammlung bot das Übliche: Abenteuerromane für Jungen und beliebte Schulgeschichten, aber auch einige von H. G. Wells und anderen zeitgenössischen Autoren. Das beeindruckte Martin. An der Wand hing ein Zeitungsausschnitt über Stephens Erfolge im Cricket. Stephen lächelte stolz und sagte dann, von plötzlichem Zweifel übermannt: „Ich weiß, es ist nichts im Vergleich zu deinem Zimmer in Croome – ich weiß nicht, warum ich dich hierhergebracht habe.“ In diesem Moment entdeckte er ein Paar Strümpfe auf dem Boden und schob sie geschickt unter das kleine Bett. Dann errötete er bei der Erinnerung an seine Worte.
„Eigentlich Zimmer – ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und ein Ankleidezimmer; aber deins ist viel schöner, weil es dir gehört, nicht wie das Museum, in dem ich lebe, wo mir nichts gehört. Und es ist gemütlich.“
„Wir sind über dem Küchenherd, deshalb ist es warm. Und ich nehme an, Sie haben silberne Bürsten, Seidenpyjamas und so weiter“, fuhr er frech fort.
„Nein, nicht silber, sondern elfenbeinfarben mit meinen Initialen in Gold und schlicht aus Baumwolle, nicht aus Seide. Ich würde Ihnen welche aus Seide kaufen, wenn Sie möchten, die würden Ihnen wunderbar stehen“, fügte er kühn hinzu, um nicht nachzustehen.
„Meinen Sie das?“, fragte Stephen mit einem verschmitzten Lächeln. „Ich trage ja gar nichts, und manche finden vielleicht sogar, ich sehe noch besser aus.“
Daraufhin ließ Stephen seine Hose zu Boden gleiten und zog Martin an sich. Martin fuhr mit der Hand unter sein Hemd, spürte den kleinen Haarfleck in seiner Brustfalte und atmete seinen Duft ein. Stephen strich sanft mit dem Zeigefinger über Martins Lippen und hielt dessen Kopf leicht zurück, um sich ganz auf ihn zu konzentrieren. Dann zog er Martin mit einer kräftigeren Bewegung an sich, seine Hände glitten Martins Rücken hinab und ruhten fest auf dessen Gesäß, bevor er ihn leidenschaftlich küsste.
Die beiden frisch Verliebten küssten sich weiter, während sie sich hastig auszogen. Nachdem sie ihre Hemden abgelegt hatten, warfen sie beide ihre Hosen beiseite, und Martin überraschte Stephen, indem er ihn zurück aufs Bett drückte und sich zwischen seine muskulösen Beine kniete. Er umfasste Stephens großen, harten Penis und begann, die Eichel zu lecken, während er ihn von der Wurzel her nach oben drückte, sodass sich Tropfen von seinem Saft in der Harnröhrenöffnung sammelten. Dann, mit einer geschickten Bewegung, nahm er ihn in den Mund und schob Stephens Glied gekonnt tief in seinen Rachen. Einen Augenblick lang dachte er darüber nach, dass er aus einer der großen englischen Familien mit einer langen Tradition des Dienens stammte. Er begann, sich auf und ab zu bewegen und die empfindliche Eichel mit seiner Zunge zu umspielen, während er beiläufig feststellte, dass sich Stephens unbeschnittener Penis ganz anders anfühlte als der des Oberstufenschülers, den er pflichtbewusst befriedigt hatte.
Nach einigen Minuten intensiven Saugens löste er sich von Stephen, tauchte zwischen dessen Beine und begann, an seinen Hoden zu lecken und zu saugen, während er mit einer Hand Stephens Penis und mit der anderen seinen eigenen streichelte. Schon bald kündigte Stephen an, dass er gleich kommen würde, also rückte Martin wieder nach oben, nahm den glitschigen Penis erneut in den Mund und begann, mit seiner Zunge – wie er sicher wusste – maximales Vergnügen zu bereiten. Bald wurden seine Bemühungen mit einem gewaltigen Schwall heißen Samens aus Stephen belohnt, den er mehr als nur pflichtbewusst schluckte. Er ejakulierte in seine eigene Hand, die er zum Mund führte und sauber leckte.
„Wo hast du denn so gut lutschen gelernt – ich meine, hast du das schon mal mit anderen Jungs gemacht?“, fragte Stephen, während er keuchend auf dem Bett lag und Martins Kopf auf seinem Oberschenkel ruhte.
„Nur noch einer“, erwiderte Martin nachdenklich. „Ich bin sein Schwuler in der Schule.“
„Was soll das heißen?“, fragte Stephen, der sich nun auf seinen Ellbogen stützte und Martin direkt ansah, wobei sich der pralle Muskel in seinem Arm eindrucksvoll anspannte.
„Nun ja…“, begann Martin und schilderte die Pflichten und Aufgaben eines Schülers der ersten Klasse gegenüber einem Schüler der Oberstufe.
"Und schlägt er dich?"
"Oh nein, er hilft mir sogar bei der Vorbereitung – ich glaube, ich kann ihn dazu bringen, alles für mich zu tun; er ist wirklich ziemlich verrückt, wenn man bedenkt, dass er Kapitän der ersten Mannschaft ist und im nächsten Semester für Oxford spielt."
„Und macht es dir Spaß, es mit ihm zu tun?“, fragte Stephen, der ein wenig eifersüchtig war.
„Ach, er ist schon okay, denke ich. Er sieht aber nicht annähernd so gut aus wie du. Ich mach mir da auch keine großen Gedanken drüber. Ich muss das halt machen. Außerdem …“, fügte er hinzu und wackelte mit dem kleinen Finger, um den Satz zu beenden. Stephens Stolz war besänftigt, und er brach in Lachen aus. „Und was ist mit dir? Mit deinem Aussehen und deinem – du weißt schon – du hast bestimmt jede Menge Mädchen und Jungen, die dir hinterherlaufen“, fragte Martin und schmeichelte seinem Freund.
„Oh, ich hatte schon ein paar“, sagte Stephen mit einer weltgewandteren Miene, als ihm zustand. „Ein paar Mädchen haben mich oral befriedigt, und ein oder zwei haben sich von mir ficken lassen – Mädchen aus dem Dorf –, aber ich verrate nicht, wer.“
"Und Jungen"
„Oh, zwei oder drei – einer war ein Mann, der im Feathers wohnte, und der wollte, dass ich mit ihm schlafe.“ Martin zuckte bei dem Wort zusammen, sah aber Stephen fragend an. „Also tat ich es – oder versuchte es zumindest – und er schrie so laut, dass ich dachte, der Vermieter würde es hören. Er wollte mir danach Geld geben, aber ich lehnte ab. Ich wollte einfach nur wissen, wie es ist.“
Martin stellte keine weiteren Fragen und begann, all diese Informationen zu verarbeiten. In der Schule, zusammen mit seinem Oberstufenschüler, wog er ab, ob er die Handlungen aus Pflichtgefühl oder aus Vergnügen vollzog. Er hatte sich lange geweigert, selbst sich selbst einzugestehen, dass er es gerne mit anderen Jungen tun würde, aber jetzt, mit Stephen, schien es einen höheren Sinn zu haben, den er nicht länger leugnen konnte. Es war ein zentraler Bestandteil seines Wesens.
Martin fuhr bei Einbruch der Dunkelheit los und radelte so schnell er konnte, um noch rechtzeitig ein Bad nehmen zu können, bevor er sich zum Abendessen anzog.
Zum Abendessen waren zehn Personen anwesend, doch sein Bruder fehlte. Sein Vater war niedergeschlagen, und so fiel es Martin zu, das Gespräch mit den Erwachsenen, die übers Wochenende zu Besuch waren, aufrechtzuerhalten, obwohl er nur daran denken konnte, wie er in der Badewanne geweint hatte, als der Schaum den Duft seines Geliebten wegspülte, und wie er glaubte, ohne Stephen bis zur zweiten Hälfte des Michaelis-Festes zu sterben.
Martin machte sich auf den Weg zur Schule, ohne seinen Vater oder seinen Bruder zu sehen, die mit einem frühen Zug nach London gefahren waren. Der Güterwagen mit Martin und seiner Kiste rollte durch das Dorf Branksome-le-Bourne in Richtung Bahnhof, und Martin suchte gespannt die Umgebung ab, in der Hoffnung, Stephen zu erblicken. Wahrscheinlich war dieser aber schon in der Dorfschule oder anderweitig beschäftigt. Er entdeckte Knight, der eine Hecke ausbesserte und ihm fröhlich zurief: „Viel Glück, Euer Lordschaft!“, was Martins Trübsinn und Verzweiflung jedoch kein bisschen aufhellte.
Im Laufe des Schuljahres, als der Winter näher rückte, hellten sich Martins Stimmungen durch gelegentliche Briefe von Stephen auf. Er las sie immer wieder, als wolle er eine verborgene Bedeutung herausfiltern, und genoss es anschließend, sich an den Erinnerungen an das Vergangene zu ergötzen. Diese Briefe waren in fester Handschrift verfasst und zeugten von besserer Rechtschreibung als seine eigene. Sie enthielten keine Zärtlichkeiten, sondern berichteten neutral über das Dorfleben: Stephen hatte einen Knochenbruch bei einem seiner Hunde erfolgreich behandelt; er hatte bei einer Jagdgesellschaft als Treiber gedient, bei der die Gäste des Marquess eine Rekordausbeute erzielt hatten; er hatte einen Preis in Latein gewonnen; er hatte im Gemeindehaus mit dem Boxen angefangen, wo der Pfarrer, der gleichzeitig Pfadfinderleiter war, einen Boxsack, Hanteln und andere Geräte aufgestellt hatte… Martin fantasierte davon, wie Stephen boxte, oberkörperfrei, wie er ihn zum ersten Mal gesehen hatte, sein schweißgetränktes Haar bei jeder Kopfbewegung im Wind wehte. Tatsächlich beschwor Martin dieses Bild und das Bild, wie er Stephen küsste, während sein Schwanz zwischen seinen zusammengepressten Schenkeln glitt, ziemlich oft herauf, wenn er seine nächtliche Pflicht an seinem Oberstufenschüler erfüllte, und der Narr ermutigte Martin dazu, sich selbst zu befriedigen, in dem unwissenden Glauben, dass die Stimulation irgendwie auf ihn selbst zurückzuführen sei.
Stephens Briefe ermutigten Martin, sich im Lacrosse und in der Leichtathletik mehr anzustrengen, und tatsächlich gab Martin seinetwegen noch mehr Gas und erzielte einige Erfolge. Der Lacrosse-Kapitän sagte, er würde für die Fastenzeit berücksichtigt werden, wenn er seine Fitness beibehielte. Dann erreichte Martin ein Brief, der ihn zutiefst erschütterte. Nachdem er gelesen hatte, wie Stephen bei einer schwierigen Geburt geholfen hatte, erwähnte er beiläufig, dass der junge Earl, Martins Bruder, sich nun in einem privaten Sanatorium in Bournemouth befand. Martin war fassungslos. Sein Vater hatte ihm kein Wort davon mitgeteilt.
Er beschloss, seinen Hauslehrer zu fragen, ob er in Croome anrufen dürfe, da sein Vater die Vorrichtung einige Jahre zuvor widerwillig eingebaut hatte. Angesichts der offensichtlichen Verzweiflung des Jungen wurde dieser Bitte entsprochen. Schließlich wurde sein Vater ans Telefon gebracht und klang zunächst verärgert. Doch er beruhigte sich schnell und erklärte Martin, dass William dort die bestmögliche Behandlung erhalten würde ( Behandlung wofür? ) und dass er Martin nicht beunruhigen wollte, zumal Prüfungszeit war. Außerdem versicherte ihm sein Vater, dass William zu Weihnachten wieder zu Hause sein würde, und das sei ja nur noch einen Monat entfernt.
Martin kam zwei Tage vor Weihnachten in Croome an. Wie immer sollte es eine große Feier geben. Nachdem er seinen Vater begrüßt hatte, eilte Martin zu Williams Zimmer und warf sich seinem großen Bruder in die Arme. William war gut gelaunt und fragte pflichtbewusst nach Martins schulischen Erfolgen. Doch als Martin ihn ansah, erkannte er, dass alles nur Fassade war. Williams Haut sah furchtbar aus, und seine Nase wirkte entstellt, als wäre der Nasenrücken weggefressen. Martin jedoch erwiderte die gute Laune seines Bruders, denn er spürte, dass genau das sein Wunsch war. William fragte ihn nach dem Kapitän der ersten Mannschaft und äußerte scherzhaft die Hoffnung, sein Bruder würde kein Rheuma in der Hand bekommen.
„Nein, Kiefersperre!“, kicherte Martin, und sein Bruder gab sich schockiert, obwohl er es war, der ihm Jahre zuvor beigebracht hatte, wie er sich selbst befriedigen konnte, und ihn hilfreicherweise über die seltsamen Gepflogenheiten der Schule aufgeklärt hatte, die er besuchen sollte. Beide lachten, und William tat so, als wolle er ihm die pikanten Details entlocken, aber Martin errötete und sagte nichts.
Plötzlich wirkte William sehr müde und klagte über Kopfschmerzen, woraufhin Martin ihn verließ.
Der Heiligabend verlief wie gewohnt mit den Familientraditionen und dem Empfang der Gäste. Martin war beunruhigt, als er erfuhr, dass es am Neujahrstag keine Jagd geben würde – das erste Mal, dass er sich an so etwas erinnern konnte. Die Familie zog am Heiligabend in einer Prozession zur Kirche, und Martin lobte den Pfarrer für die Boxausrüstung, die er gerne sehen würde. Er erblickte Stephen und seinen Stiefvater vor der Kirche, konnte aber kein Wort herausbringen. Als um Mitternacht die Geschenke ausgepackt wurden (ein deutscher Brauch von der Familie seiner Mutter), befanden sich darunter ein Paar Boxhandschuhe und ein neues Fahrrad. Martin hatte keine Ahnung, woher sein Vater vom Boxen wusste. Sein altes Fahrrad, das noch wie neu war, wollte er unbedingt Stephen schenken.
Während sie am nächsten Tag ihr üppiges Abendessen genossen, ereignete sich ein beunruhigender Vorfall. Ohne ersichtlichen Grund begann William zu schreien und zerschmetterte eine Karaffe auf den Boden. Wein vermischte sich mit dem Blut aus der Schnittwunde an seinem Handgelenk, die er qualvoll langsam über das schneeweiße Hemd zog und dabei eine blutige Spur hinterließ. Paul und Michael, die beiden ihm am nächsten stehenden Diener, halfen William, den Raum zu verlassen, während die übrigen Gesellschafter versuchten, ihre Gespräche fortzusetzen. Doch es gelang ihnen nicht, und die Feier war ruiniert.
"Es tut mir leid, mein Junge, dein Bruder ist doch noch nicht ganz genesen und muss morgen nach Bournemouth zurückkehren."
Martin fing an zu weinen, und sein Vater umarmte seinen jüngeren Sohn – eine seltene Geste – und murmelte: „Ich weiß, ich weiß.“ Sie standen eine Minute lang in der Bibliothek, bevor sein Vater sagte: „Jetzt müssen wir weiter, wir haben Gäste, und ich brauche deine Hilfe, jetzt, wo deine Mutter nicht da ist.“
Der nächste Tag, der zweite Weihnachtsfeiertag, verging in einer Reihe von schrecklichen Ereignissen. William wurde im Auto weggeschickt, aber nicht, bevor Martin ihn noch umarmen und küssen konnte. William brachte ein schwaches Lächeln zustande. Nach einem tristen Mittagessen fuhren die Gäste in einem Konvoi von Kutschen über die glatten Straßen zum Bahnhof. Martin folgte ihnen auf seinem neuen Fahrrad und bog in Richtung des Häuschens der Knights ab. Er fand die beiden zu Hause vor dem Küchenofen vor, dessen alte Balken mit glänzendem Pferdegeschirr und Kupferkesseln bespielt waren. Sie begrüßten sich herzlich, und Martin holte für jeden ein Geschenk hervor: ein silbernes Klappmesser zum Pfeifenreinigen für Knight und ein Exemplar von „ Herz der Finsternis“ für Stephen. Sie freuten sich über ihre Geschenke; Knight befestigte seines an seiner Uhrenkette, und Stephen warf einen Blick auf die erste Seite seines eigenen.
Nach dem Tee schlug Stephen vor, dass die Hunde vor dem Schlafengehen vielleicht noch einen Spaziergang machen sollten. Die Sterne funkelten bereits am schwarzen Himmel, als die beiden Jungen und die drei Hunde das Häuschen verließen. Sobald sie außer Sichtweite waren, packte Martin Stephen und küsste ihn. Er konnte nicht anders, als mit der Hand über die Wölbung in Stephens gut gefüllter Hose zu streichen. „Ich halte es nicht aus, von dir getrennt zu sein.“
„Ich auch nicht. Ich befriedige mich jede Nacht im Bett – und fast jeden Morgen auch – und denke dabei an dich und deine verdammt weichen Lippen“, sagte Stephen. Martin errötete in der Dunkelheit.
Stephen lenkte ihre Schritte in Richtung Kirche und zog, gerade als sie den Saal des Fraueninstituts erreichten, einen großen Schlüssel aus der Tasche. „Der Pfarrer hat ihn mir gegeben; er ist für die Turnhalle.“
Stephen band die Hunde an das Leichenportal und öffnete leise die Tür zur dunklen Halle. „Hier bauen wir den Ring auf“, erklärte er und zeigte Martin dann, durch eine Tür in einen kleineren Raum gehend, im fahlen, grellen Sternenlicht die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände.
„Ich möchte mit dir zusammen trainieren. Ich möchte Muskeln wie deine haben“, sagte Martin und nahm einen indischen Knüppel in die Hand.
„Das wäre der Hammer, aber du siehst auch so schon gut aus“, meinte Stephen und zog den Jüngeren an seine Lippen. Martin nahm die Zunge seines Liebhabers gierig auf, während er sich an Stephen festklammerte und begann, dessen Hose zu öffnen. Er kniete sich hin und begann, Stephens Penis so geschickt wie möglich zu lutschen, wobei er mit der Zunge unter die Vorhaut glitt, was Stephen zum Stöhnen und heftigen Stoßen in seinen Mund brachte. Viel zu schnell erhielt Martin seine lang ersehnte Belohnung: den Geschmack von Stephens heißem, süßem Saft, der seinen Mund füllte. Er ejakulierte in seine Hand. Als er aufstand und sich die Hand abwischen wollte, überraschte ihn Stephen, indem er sie zu seinem Mund führte und sie sinnlich mit der Zunge sauber leckte. Martin war von dieser intimen Geste gleichermaßen verblüfft und erregt, so sehr, dass sein Penis wieder hart wurde. Stephan bemerkte es und lachte.
„Keine Zeit für eine weitere Runde mit meinem geilen Lord“, sagte er und gab Martin einen schnellen Kuss.
Während sie sich anzogen, erzählte Martin von seinem alten Fahrrad. Stephen meinte, es sähe komisch aus, wenn er es mitnähme, sagte aber, er würde darüber nachdenken, nachdem Martin heftig protestiert hatte. Dann erzählte Martin von seinem Bruder und dem Vorfall und weinte leise, als er beschrieb, wie sein Bruder in das Auto gezwängt worden war. „Ich habe das Gefühl, ihn zum letzten Mal gesehen zu haben.“ Stephen zog ihn an sich und küsste seinen Scheitel, der selbst im Sternenlicht golden leuchtete. Am Gartentor trennten sie sich, und Martin fuhr vorsichtig im Dunkeln mit dem Fahrrad nach Hause, die Tränen schienen auf seinem Gesicht zu gefrieren.
Am übernächsten Tag verkündete Martins Vater beim Frühstück eine überraschende Neuigkeit. In Anwesenheit von Chilvers erklärte er, dass er auf Anraten seines Arztes für einen Monat nach Cannes reisen würde. Martin war fassungslos. „Was wird aus mir? Was wird aus William? Was wird aus Croome?“
„William wird bestens versorgt, und ich werde regelmäßig aus Frankreich berichtet“, antwortete sein Vater. „Die Reise dauert nur anderthalb Tage, falls ich zurückkommen muss – was die Ärzte aber nicht erwarten.“ „Croome wird in Blakes Händen sein“, fügte er hinzu und nannte damit den Mann, der das Anwesen seit Jahren gut und gewinnbringend verwaltet hatte, denn im Gegensatz zum Marquess of Branksome war er ganz für Modernisierungen, die über das Haus hinausgingen. „Und du bist alt genug, um mitzureden. Du bist fast sechzehn.“
"Fast vierzehn, Papa"
"Ja, genau, fast vierzehn, und du kannst mich gerne nach Cannes begleiten, wenn du möchtest."
"Nein danke, Vater, ich bleibe hier."
„Sehr gut. Hast du vielleicht einen Schulfreund, den du für den nächsten Monat oder bis zu deiner Rückkehr einladen möchtest? Ich möchte nicht, dass dir langweilig wird oder du dich auch nur im Geringsten vernachlässigt fühlst. Du könntest ihn ja mit nach London nehmen und bei deiner Tante am Lowndes Square wohnen, oder wir könnten Branksome House öffnen.“
„Ich habe einen Freund.“
„Gut!“, sagte sein Vater und unterbrach ihn. „Schreib ihm – oder ruf an, wenn das heutzutage noch üblich ist für euch junge Leute.“
„Er wohnt hier im Dorf: Stephen Knight“
„Der Stiefsohn des alten Ritters? Der Kapitän der Cricketmannschaft? Derjenige, dem ich einen Preis für Latein verliehen habe?“
„Ja, alle“, sagte Martin gut gelaunt. „Ich möchte, dass er als mein Freund, als unser Gast, bei uns wohnt. Er bringt mir Boxen bei.“
„Nun, das ist höchst ungewöhnlich, aber ich sehe keinen Grund, warum es nicht arrangiert werden könnte. Ein feiner, stattlicher Kerl. Sehen Sie irgendwelche Probleme mit den Bediensteten, Chilvers?“, fragte Lord Branksome und spielte damit auf die Möglichkeit sozialer Peinlichkeiten an.
„Ich glaube nicht, Sir, wenn Sie diese Regelung wünschen. Mrs. Capstick ist, glaube ich, besonders angetan von dem jungen Mann, und er ist ein ausgezeichneter Spin-Bowler.“
„Gut, Chilvers“, sagte Martin mit einem letzten Nachdruck, „er kann in meiner Umkleidekabine schlafen, vorausgesetzt, ich kann ihn dazu überreden.“
Später am Morgen fuhr er mit dem Fahrrad zu Stephens Hütte und präsentierte ihm seinen Plan. Es brauchte etwas Überredungskunst, aber mit Martins Drängen in Stephens Richtung setzte er sich schließlich durch. Stephen fragte ihn nach seiner Position: „Soll ich etwa mit den Bediensteten schlafen?“
„Nein, du Dussel, du schläfst bei mir“, sagte er errötend. „Das ist im Schlafzimmer neben meinem. Du bist unser Hausgast.“
„Aber was soll ich anziehen? Was werden die Diener denken? Wie soll ich sie nennen, wie soll ich euch nennen?“
„Ziehen Sie einfach Ihre übliche Kleidung an. Ich werde es auch tun. Und es ist niemand da“, fügte er hinzu und vergaß dabei geflissentlich die 37 Angestellten, die sich um Croome kümmerten. „Es sei denn, wir fahren nach London – meine Tante hat uns eingeladen –, dann müssen Sie sich eben überlegen, wie Sie die Bediensteten ansprechen. Mrs. Capstick ist von Ihnen begeistert, und ich musste mir heute Morgen fünfzehn Minuten lang ihre Lobeshymnen anhören. Und denken Sie daran: Unter vier Augen verwenden wir unsere Vornamen, aber nicht vor den Bediensteten.“
„London! Ich war noch nie in London. Taunton ist so ziemlich das Weiteste, was ich je gekommen bin, aber ich habe alles darüber in den Büchern von Herrn E. V. Lucas und natürlich bei Charles Dickens gelesen.“
Martin lächelte; er hatte Stephen zum ersten Mal in ihrer Freundschaft in eine schwierige Lage gebracht, und Stephens Begeisterung für all die Dinge, die Martin für selbstverständlich hielt, war ansteckend.
Der Rest des Tages gehörte jedoch Stephen. Das Boxen in der Halle des Fraueninstituts bewies einmal mehr, dass Stephen in allen körperlichen Aktivitäten hervorragend war. Sie hatten sich geschworen, jeden Tag ihres Aufenthalts in Croome zwei Stunden lang hierherzukommen, um Sport zu treiben. Stephen nahm Martin mit in den Stall, um ihm das Fohlen zu zeigen, das er zur Welt gebracht hatte. Der Stallmeister sang ihm Loblieder aus demselben Liedblatt vor, das offenbar auch Mrs. Capstick besaß, woraufhin Martin die Augen verdrehte. Vorsichtig zeigte Stephen Martin eine Kiste mit einem Bienenschwarm. Die Bienen waren tot gewesen – vom Kälteeinbruch getötet –, aber Stephen hatte sie eingesammelt und die Kiste an die Rückseite des Kamins gestellt, wo die Wärme die Tiere, so schien es, wieder zum Leben erweckt hatte.
Zurück in Stephens kleinem Zimmer liebten sie sich, während Knight in „The Feathers“ sein Bier trank. Anschließend half Martin Stephen, ein paar Sachen in eine Handtasche zu packen. Martin spürte ein Kribbeln, als er Stephens Kleidung berührte und mit dem Finger über den Reißverschluss seiner Sonntagsanzughose strich – jener Hose, die vor Monaten am Pool sein stattliches Gemächt so deutlich zur Geltung gebracht hatte.
Am nächsten Morgen, nur eine Stunde nachdem Lord Branksome das Haus durch die Vordertür in Richtung Kontinent verlassen hatte, traf Stephen, wie angewiesen, an derselben Tür ein und wurde von Chilvers empfangen.
„Guten Morgen, Sir“, sagte er. „Ich hoffe, Ihrem Vater geht es gut, Stephen.“ Diese kluge Einschätzung ließ Stephen hoffen, dass sein Aufenthalt doch noch von Vorteil sein könnte. In diesem Moment stürmte Martin in die Halle, schüttelte Stephen die Hand, nahm ihm die Handtasche ab und reichte sie Michael, dem Diener, wobei er ihn mit seinen Blicken herausforderte, auch nur den geringsten Blick auf das Objekt zu werfen, das er nun verächtlich in seiner weißbehandschuhten Hand hielt.
„Komm und sieh dir deine Unterkunft an!“, rief er und führte Stephen durch die innere Halle und dann in die Große Halle zu einer unglaublich prunkvollen Treppe. Eine Treppe, dann links und rechts – und schon waren sie in Martins Gemächern. Stephen glaubte, sich noch an den Rückweg erinnern zu können.
Martins Zimmer war zwar etwas unpersönlich, aber sehr prunkvoll, mit einem großen Bett mit Vorhängen und vielen Möbeln. Eine Tür führte in ein kleines Wohnzimmer, in dem unter anderem ein Schreibtisch mit Martins Hausaufgaben und ein Frühstückstisch standen. „Wir können hier frühstücken und müssen nicht in dieses schreckliche, mausoleumartige Esszimmer gehen.“ „Hier“, sagte er und riss eine weitere Tür weit auf, „ist dein Zimmer, und diese Tür führt zu unserem Badezimmer – Mutter hat es einbauen lassen, als das hier noch das Kinderzimmer war. Es ist das beste Badezimmer im ganzen Haus – selbst Vater muss das hier unten im Flur benutzen.“
Stephen wandte seine Aufmerksamkeit seinem Zimmer zu, als es höflich an der Tür klopfte und Michael die Handtasche hereinbrachte und abstellte.
„Soll ich auspacken?“, fragte er eisig.
Stephen sah Martin an. „Nein, ich erledige es selbst, wie Sie sehen, sind es nur ein paar Kleinigkeiten.“ Daraufhin zog sich der Diener wortlos zurück.
„Mach dir keine Sorgen um ihn“, sagte Martin munter. „Du bist mein Freund, und wir können hier oben ganz allein sein, wenn wir wollen.“
Stephen betrachtete sein Einzelbett. „Es ist viel größer als meins zu Hause.“
„Dein Bett ist das beste der Welt“, sagte Martin, „zumindest wenn du darin liegst. Meins ist riesig und kann nachts kalt und einsam werden“, sagte er mit einem Augenzwinkern, während Stephen sich wieder dem monströsen, verhüllten Lastkahn zuwandte.
"Das hier könnte die ganze Branksome First Uleven fassen", sagte Stephen und ahmte dabei einen westenglischen Akzent nach.
"Oh! Das ist eine Idee!" kicherte Martin.
Martin berührte die Glocke, und sogleich erschien Chilvers. „Chilvers, wir werden alle unsere Mahlzeiten hier oben in meinem Wohnzimmer einnehmen und uns selbst bedienen, wenn das für die Bediensteten in Ordnung ist.“
„Wie Eure Lordschaft wünschen. Man würde es begrüßen, wenn wir das Speisezimmer nicht besetzen müssten. Möchten Sie Wein zum Abendessen?“
„Bier, denke ich“, erwiderte Martin und sah Stephen an, der nickte. „Ich werde Mr. Knight nun etwas vom Haus zeigen.“
"Sehr gut, mein Herr, aber ich bitte um Verzeihung, Mrs. Capstick würde sich sehr freuen, wenn Sie beide nach Ihrer Tour in ihrem Zimmer Tee trinken würden."
"Sag ihr, wir würden uns sehr freuen", antwortete Martin.
„Wir beide?“, fragte Stephen überrascht.
"Jawohl, beide jungen Herren", sagte sie.
Stephen strahlte über das Kompliment.
Die Besichtigung des riesigen Gebäudekomplexes war verwirrend. Raum um Raum wurde durchquert, manche, selbst laut Martin, völlig nutzlos. In der großen Bibliothek stießen sie auf den mausartigen Archivar, der über ein verstaubtes Pergament gebeugt saß. Im Speisesaal, Schauplatz des bedrückenden Weihnachtsfestes, musterte Stephen in der düsteren Dunkelheit die Einrichtung. Der Tisch, aus einem seltenen Tropenholz gefertigt, bot wohl vierzig Personen Platz auf Stühlen, die aussahen, als bräuchte man zwei Diener, um sie hinein- und hinauszubewegen. Auf dem Sideboard, so groß wie ein Ladenlokal im Dorf, stand ein eher unscheinbares Geschirr, während auf einem hässlichen Gebilde namens Speiseaufzug ein prächtiges Wooster-Dessertservice ruhte. Er sah Martin an, der sagte: „Ja, es ist zum Kotzen!“, und dann kicherte.
Stephen verlor sich noch mehr, als Martin ihn durch die Filztür in die Welt der Bediensteten führte. Als kleiner Junge war Stephen oft in der Küche gewesen, aber er war immer noch voller Ehrfurcht. Als sie den Dienersaal betraten, erhoben sich mehrere Mägde und die vier Lakaien.
„Setzen Sie sich bitte“, sagte Martin. „Mrs. Capstick hat Mr. Knight und mich zum Tee eingeladen. Würden Sie ihr bitte ausrichten, dass wir da sind, Daisy?“, sagte er zu einem hübschen jungen Mädchen, das in Gegenwart der beiden gutaussehenden Jungen heftig errötete.
Wie erwartet, kümmerte sich die Haushälterin, Mrs. Capstick, rührend um die Jungen und hatte einen köstlichen Tee zubereitet. Sie erkundigte sich nach Stephens Vater und begann dann erneut, Stephen in den höchsten Tönen zu loben. Martin war insgeheim stolz auf seinen Freund, tat aber aus Höflichkeit so, als langweile ihn das, und verdrehte die Augen, als Mrs. Capstick es nicht bemerkte. Gerade als sie ihr kleines Häuschen verließen, ergriff sie Stephens Hand: „Ich bin so froh, dass du gekommen bist. Mach dem jungen Lord eine Freude. Er könnte einen guten Freund gebrauchen, fürchte ich. Du bist ein feiner junger Mann, Stephen.“
Zurück in ihren Gemächern verkündete Martin, er wolle baden, und rief den Diener, der nur kam, um die Wasserhähne aufzudrehen und die flauschigen Handtücher bereitzulegen. Stephen fragte sich, warum Martin diese Arbeiten nicht selbst erledigen konnte, anstatt diesen jungen Mann zwei Stockwerke hinauf und einen kilometerlangen Gang entlanglaufen zu lassen. Als Paul gegangen war, zupfte Martin an Stephens Kleidung und sagte: „Du kommst mit mir ins Bad, aber du musst den Wasserhahn aufdrehen, denn ich bin ein Lord und du bist ein schmutziger Schlingel.“
„Ja, aber ich verfüge über einen riesigen Adelsstand, dem Sie vielleicht Ihre Reverenz erweisen könnten. Außerdem bin ich auf dem besten Weg, ein Heiliger zu werden, wenn es nach Mrs. Capstick geht.“
Am nächsten Morgen tat Stephen so, als käme er in einem von Martins Morgenmänteln aus seinem eigenen Bett, während Daisy die Frühstückstabletts hereinbrachte. Martin stand, noch immer nackt, auf und stellte sich vor das Feuer, das Daisy angezündet hatte, nachdem sie die Tabletts abgestellt hatte. „Wir müssen zum Fraueninstitut hinuntergehen und mit meiner Ausbildung beginnen“, verkündete Martin.
Er wollte gerade klingeln, als Stephen ihn aufhielt und seine Kleidung selbst ausbreitete: eine kurze Hose, ein Unterhemd, Unterwäsche, Turnschuhe und einen Cricket-Pullover. „Das brauchst du“, sagte er. Dann nahm er die Unterwäsche weg. „Ich will sehen, wie du dich unter deiner Hose bewegst; keine Unterhose.“
„Na schön, aber für dich auch nichts“, sagte Martin, ging hinüber und zog Stephen den Morgenmantel von den Schultern, sodass sein prächtiger Körper zum Vorschein kam, der noch rosig von der Wärme des Bettes war. Er umfasste Stephens halb erigierten Penis und streichelte ihn. Er richtete sich in seiner Hand auf. Martin küsste ihn leidenschaftlich und eilte dann zum Tisch, sodass Stephen nackt und erigiert dastand.
„Das ist nicht fair!“, jammerte Stephen.
„Tut mir leid, aber unser Frühstück darf nicht kalt werden“, sagte Martin grinsend.
Stephen zog seinen Morgenmantel wieder an und ging zu Martin hinüber. Er beugte sich hinunter und küsste ihn auf die Wange: „Du bist ein ganz böser Junge, Mylord. Ich muss dich wohl übers Knie legen.“
Später am Morgen fuhren sie mit ihren Fahrrädern die frostige Straße hinunter ins Dorf und stemmten schon bald Hanteln und machten Sit-ups, wobei Stephen Anweisungen gab. Immer wieder hielt Martin inne, beobachtete Stephen beim Schwitzen und Anstrengen und erinnerte sich an ihr erstes Treffen im Schwimmbad. So würde er ihn immer in Erinnerung behalten.
Nach fast zwei Stunden rief Stephen: „Halt!“ Martin ging zu dem älteren Jungen hinüber, hob die Arme hinter den Kopf und vergrub sein Gesicht im Dreck.Stephen leckte Martins Achselhöhlen, saugte den Schweiß aus den Haaren und biss ab und zu sanft in den geschwollenen Bizeps, den Stephen bereitwillig anspannte. Dann zog er Martins Hose herunter, spreizte dessen feste Pobacken und fuhr mit der Zunge über das helle Schamhaar, um den moschusartigen, schweißigen Duft des jungen Lords einzuatmen, bevor er die muskulösen Pobacken auseinanderzog und seine Zunge tief zwischen sie schob.
"Oh mein Gott!", stöhnte Martin, "Wo hast du das denn gelernt?"
„Nirgends, ich habe dich nur beobachtet und plötzlich wollte ich es auch. Ich habe es erfunden, Mala! Ich werde dich ‚Mala‘ nennen“, fuhr Stephen fort, „denn das ist Latein für Wange, weil du die süßesten Wangen hast, die ich je gekostet habe oder je kosten werde“, sagte Stephen stolz auf sein Latein und fügte hinzu: „Du bist ein bisschen frech, und das ist auch ‚mala‘, und das liebe ich.“ Martins Herz machte einen Sprung; es war das erste Mal, dass Stephen andeutete, dass ihre Beziehung mehr als nur Freundschaft sein könnte.
"Dann nenne ich dich Derby", sagte Martin und hob Stephens Arme wieder über seinen Kopf; "Die reichen, schwarzen Gruben von Derbyshire", erklärte Martin, "machen mich hart wie die Kirchenbank während der langen Predigt, wenn ich in deine Gruben hinabsteige", sagte Martin und lachte über seinen Versuch, einen Akzent nachzuahmen.
»Wenn du das so möchtest, dann soll es so sein«, sagte Stephen, während Martin sein Gesicht an die Brust des Jungen schmiegte und seinen Duft einatmete, zufrieden damit, gehalten zu werden.
Als die Jungen mit ihren Fahrrädern zurück nach Croome fuhren, rief Martin herüber: „Sag mal, Derby, ich glaube, wir sollten zusammen baden, wenn wir wieder zu Hause sind.“
„Das wäre schön, Mala“, sagte Stephen und lächelte breit über die Verwendung ihrer vertrauten Spitznamen, während sie die Ulmenallee entlangradelten.
William, Earl of Holdenhurst, war Erbe von Croome und des Titels seines Vaters. Martin erkannte an jenem Morgen, als er seinen Vater dabei beobachtete, wie er teilnahmslos mit seinen Heringen spielte, dass dieser in die Jahre gekommen war; ein strenger Mann, geprägt von der Herrschaft Königin Victorias und nicht gerade jemand, der mit dem Wandel der Zeit – der Elektrizität, der „Neuen Frau“ und Mr. Lloyd George – zurechtkam. Der Tod seiner Frau, der Mutter der Jungen, hatte den Marquess of Branksome einsam zurückgelassen, und die Krankheit seines ältesten Sohnes schien seinen Kummer nur noch zu verstärken. Vor allem aber schwebte die Frage der Thronfolge über ihm. William war mit fünfundzwanzig Jahren noch unverheiratet. Martin, dreizehn, war der einzige nahe männliche Verwandte, abgesehen von einem unverheirateten Onkel, der eine indische Provinz verwaltete und nur selten und desinteressiert in England und noch seltener in Croome erschien.
Die frische Luft wirkte Wunder, und Martin begann, an andere Dinge zu denken. Er sollte übermorgen wieder zur Schule gehen. Er spielte gut Cricket und hoffte, sich für Lacrosse zu qualifizieren – eine aufregende neue Sportart, die ein kanadischer Lehrer an seiner Schule eingeführt hatte. Der fast unvorstellbare Gedanke, eines Tages Teil der Schulmannschaft zu sein, mit all den Oberstufenschülern, zu denen er fast genauso aufsah wie zu William, begeisterte ihn. Martin nutzte jede Gelegenheit (und davon gab es viele), um verstohlene Blicke auf ihre muskulösen Körper zu werfen, und die älteren Jungen, ganz im Sinne der Traditionen von Martins altehrwürdiger Schule, erwiderten sein Interesse. Diese verstohlenen Blicke und, nicht selten, auch körperliche Annäherungsversuche bescherten ihm jedes Mal ein prickelndes Vergnügen.
Martin und sein Retriever Job waren an diesem warmen Herbsttag fast eine Stunde unterwegs. Job hatte sichtlich Spaß, als er – wenn auch erfolglos – Kaninchen hinterherjagte und dafür von den Dorfbewohnern auf dem Weg durch Branksome-le-Bourne, eines der drei Dörfer des Anwesens, mehrmals gestreichelt wurde. Martin folgte dem Bachlauf in ein Wäldchen und genoss den Mittagsschatten. Das Geräusch einer Axt wurde lauter, und bald stießen die beiden auf eine kleine Stelle im Fluss. Ein altes Seil, offensichtlich zum Spielen gedacht, baumelte von einem Ast einer überhängenden Buche im weichen, braunen Wasser. Auf einem ins Wasser gefallenen Baumstamm stand ein Junge in Martins Alter und schwang geschickt die Axt. Er trug kein Hemd, und seine Muskeln glänzten vor Schweiß, was in Martin dasselbe Vergnügen auslöste wie in der Gegenwart der älteren Jungen in der Schule. Eine widerspenstige, schwarze Haarsträhne hatte sich über seine Stirn verirrt und klebte nun über einem Auge, was es dem Axtmann erschwerte, Martins lautloses Herannahen auf dem Teppich aus rotbraunen Blättern zu beobachten.
Der Blitz der Axt, die gewaltigen Muskeln in Rücken und Schultern und der entschlossene, grimmige Blick des Jungen ließen Martin minutenlang wie gebannt zusehen. Dann sprang Job vor und stieß einen freudigen Beller aus. Der Junge richtete sich auf, hielt die Axt inne und schenkte dem Hund ein strahlendes Lächeln – das schönste Lächeln, das Martin je gesehen hatte. Der Junge wollte gerade etwas zu dem Hund sagen, als er Martin am Ufer bemerkte. Er wollte seine Mütze hochziehen, als er merkte, dass sie zusammen mit seinen anderen Kleidern am Fuße eines riesigen Baumes am Ufer lag.
"Hallo, Euer Lordschaft, ich habe Euch dort nicht stehen sehen", sagte er mit einem Anflug des freundlichen, sanften Akzents der Gegend.
"Hallo", erwiderte Martin, noch immer etwas zu fassungslos, um klar denken zu können, "was machst du da?"
"Ich versuche gerade, diesen umgestürzten Baum hier wegzuräumen, Sir. Er blockiert meinen Badeplatz."
"Schwimmen Sie hier?"
"Ja, Herr, jeden Tag, an dem ich kann, außer wenn es komplett durchgefroren ist", antwortete der Junge und tätschelte nun grob den ihn bewundernden Job.
„Gehst du denn nicht zur Schule?“, fragte Martin und merkte dann, dass es unhöflich klang. „Ich meine, es muss herrlich sein, nicht zur Schule gehen zu müssen und den ganzen Tag schwimmen und Spaß haben zu können“, fügte er verlegen hinzu und deutete auf das Seil.
„Ja, Euer Lordschaft, ich gehe zur Schule“, erwiderte er leicht genervt. Er richtete sich auf und strich sich mit einer geschickten Bewegung eine Haarsträhne aus dem Gesicht, wodurch ein dunkler Haarschopf in seiner muskulösen Achselhöhle zum Vorschein kam, was Martin bei diesem Anblick erschaudern ließ. „Ich bin fast 15 und gehe in die achte Klasse der Dorfschule. Und ich bin Kapitän unserer Cricketmannschaft“, fügte er hinzu, um seinen Lebenslauf abzurunden. „Eure Familie hat uns letzten August beim Spiel zugesehen, als wir Holes mit einem Innings und elf Runs besiegt haben.“
"Wie heißen Sie?"
"Stephen, Euer Lordschaft, Stephen Knight, mein Stiefvater ist Titus Knight, der für Euer Vater arbeitet."
Martin betrachtete seine intensiv blauen Augen, die unter dem rabenschwarzen Haar hervorblitzten, und den erwartungsvollen Ausdruck in seinem Gesicht, dessen kantiges Kinn durch eine attraktive Spalte geteilt war.
"Na, Knight, dann lass uns diesen Baumstamm wegräumen, damit wir schwimmen gehen können."
„Eure Lordschaft, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee wäre. Ihr werdet schmutzig und könntet euch verletzen und…“
„Hör auf mit dem Quatsch“, unterbrach Martin ihn etwas trotzig. „Ich bin kein Schwächling, nur weil ich jünger bin als du – ich spiele auch Cricket und versuche, in der Schule für Lacrosse zu spielen“, log er, „und was noch?“
„Nun, ich habe kein Kostüm, Euer Lordschaft, und Ihr auch nicht“, erwiderte er, musterte den jungen Aristokraten aufmerksam und bemerkte anerkennend dessen sich entwickelnde Brust und Beine, insbesondere aber seinen wohlgeformten Po. Stephen starrte ihn weiterhin kühn an und erwartete, dass der Jüngere nachgeben würde, doch Martins volle, rote Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, als ein Blick zwischen den beiden Jungen hin und her wechselte.
„Hast du noch nie einen anderen Kerl ohne Kleidung gesehen?“, fragte Martin provokant, zog sein Hemd aus und hängte es an einen niedrigen Ast. Nun, da er wie sein Begleiter oberkörperfrei war, trat Martin näher und roch den Schweiß des Jungen. Der Geruch berauschte ihn, doch er erholte sich schnell und fragte, wie er helfen könne. Stephen gab ihm ein paar kurze Anweisungen, und die nächste halbe Stunde arbeiteten sie wie alte Freunde zusammen, lachten und scherzten, vergaßen ihre unterschiedlichen Aufgaben, während Hiob nicht weit entfernt lag und das Geschehen beobachtete.
Als sie den Baumstamm beiseite geräumt hatten, waren beide klatschnass. Martin sah seinen neuen Freund an und lächelte breit; noch nie in seinem kurzen Leben war er so glücklich gewesen, erkannte er plötzlich – vielleicht zum ersten Mal überhaupt – und war fast erschrocken über die Einfachheit des Ganzen. Mit Stephen fühlte er sich plötzlich frei, frei, ganz er selbst zu sein.
Er richtete sich auf und begann, seine Hose aufzuknöpfen, während Stephen ihn mit großen Augen, aber nicht eingeschüchtert, ansah. „Na ja, ich dachte, wir wollten schwimmen gehen?“, sagte Martin, als er seine Hose auszog. Stephen riss sich zusammen und begann ebenfalls, sich auszuziehen. Dann standen die beiden Jungen einander gegenüber, zum ersten Mal nackt, und jeder betrachtete den Körper des anderen.
Martin konnte es kaum glauben, dass Stephen kaum mehr als ein Jahr älter war als er selbst. Er hatte den Körper eines jungen Mannes, nicht eines Jungen, was seine Größe und Muskulatur betraf, und er trug sich mit dem Selbstbewusstsein der Oberstufenschüler seiner Schule. Stephens Beine waren mit dunklen Haaren bedeckt, und Martins Blick wanderte zu seinem Schritt hinauf, wo, umgeben von erwachseneren Haaren, und ein großer Penis hing – ein sehr großer Penis –, um es mit den Worten der Schüler auszudrücken –, einer, der die Jungs aus der Lacrosse-Mannschaft leicht beschämt hätte. Die lange, braune Vorhaut, die die Eichel abstumpfte, faszinierte den starrenden Martin, der eifersüchtig Vergleiche mit seinem eigenen Körper anstellte; er hatte noch nie einen solchen aus der Nähe gesehen, da fast alle Jungen, die er in der Schule kannte, beschnitten waren. Und noch nie hatte er einen von dieser beeindruckenden Größe gesehen, denn er hing sanft einige Zentimeter über einem ebenso beeindruckenden, tief hängenden Hodensack, der sicherlich zwei Wachteleier enthielt. Martin fragte sich, wie er das alles in eine Schachtel stopfen konnte, wenn er zum Schlag antrat. Diese ganze Pracht lag in einem Büschel desselben seidigen, rabenschwarzen Haares, das seinen Kopf mit seinen lockeren Locken umspielte und sich als attraktives, maskulines Dreieck auf seiner Brust wiederholte. Als er sich umdrehte, sah Martin, dass derselbe feine Haarschatten auch sein wohlgeformtes, muskulöses Gesäß bedeckte.
Stephen war gleichermaßen fasziniert von Martins beschnittenem Penis und der Schönheit des jungen Aristokraten. Dessen leuchtend goldenes Haar (ein nordisches Erbe seiner Großmutter mütterlicherseits) fiel ihm in Wellen über die Stirn, über seinen sanften blauen Augen. Unter seinen Achseln lugten gepflegte blonde Haarbüschel hervor, und um seine Brustwarzen herum wuchsen ein paar Härchen, die seine porzellanweiße Haut perfekt ergänzten. Bei genauerem Hinsehen zeichnete sich gerade ein dünner Strich von seinem Bauchnabel zu einem prächtigen, jugendlichen Penis ab, der in einem sich entwickelnden goldenen Fleck lag. Martins weißer Penis war bei Weitem nicht so lang wie seiner, gab er sich selbst gegenüber zufrieden zu, aber er wirkte gut und dick und ruhte auf zwei prallen, haarlosen Hoden. Stephen erinnerte sich an seine Begegnungen mit Mädchen und Jungen im Dorf, aber bis zu diesem Moment hatte er nie zuvor ein so starkes Verlangen nach einem anderen Jungen verspürt. Er war völlig hingerissen von seinem neuen Freund und wünschte sich in diesem Moment nichts sehnlicher, als ihn zu umarmen und seine vollen Lippen zu küssen.
Unbewusst bewegten sie sich aufeinander zu, und dabei begann Stephens Penis sich zu verlängern. Seine dicke Vorhaut zog sich zurück und gab den Blick auf die große, glänzende rote Eichel frei. „Noch ein Baumstamm, den es zu beseitigen gilt“, sagte Martin frech und betrachtete Stephens unkontrollierbare Erektion. Stephen errötete, unternahm aber nichts, um die Situation zu ändern.
„Es tut mir leid, Euer Lordschaft, es scheint ein Eigenleben zu führen“, sagte er und blickte einen Moment lang zu Boden, was wenig überzeugend wirkte.
"Bitte, ich heiße Martin, wenn ich Sie Stephen nennen darf.", sagte Martin lächelnd, blickte ihm in die Augen und gab Stephens frecher Erektion einen spielerischen Klaps, bevor er versuchte, sie mit der Hand zu umfassen.
„Na schön, Euer Herr …“, keuchte Stephen überrascht, als Martins Berührungen – er zog die Vorhaut zurück und strich mit dem Daumen über die empfindliche Eichel – ihm plötzlich gefielen. „Ich meine, Entschuldigung, Martin“, keuchte er und griff nach Martins ebenfalls hartem Glied. Die beiden Jungen zitterten vor Lust, während sie sich gegenseitig befriedigten, bis sie erschöpft waren. Stephen kam in einem heftigen Schwall in Martins Hand. Martin war so von Lust überwältigt, dass er sich völlig vergaß, sich aufrichtete und Stephen leidenschaftlich küsste. Mitten in der Zärtlichkeit geriet er in Panik, bis er spürte, wie Stephen die Kontrolle übernahm, seine Arme um Stephens Kopf schlang und seine Zunge in seinen Mund schob – Stephen war nicht beleidigt gewesen; er hatte es sich auch gewünscht. Als sie den Kuss lösten, sahen sich die beiden Jungen mit breitem Grinsen und einem Anflug von Schuld an, während sie nach Luft schnappten. Dann lachten sie beide und rannten zum Wasser.
Wie verabredet trafen sich die Jungen am nächsten Nachmittag am Schwimmbad. Martin war als Erster da, er war mit dem Fahrrad von zu Hause gekommen und hatte zwar ein Handtuch dabei, aber seine Badesachen mal wieder „vergessen“. Er war vor Aufregung ganz aufgeregt und malte sich schon die schlimmsten Szenarien aus, falls Stephen nicht kommen sollte. Doch diese Sorgen waren schnell überflüssig, als knackende Geräusche ankündigten, dass Stephen sich dem geheimen Ort näherte und die Zweige des portugiesischen Lorbeerbaums, die die Mauern um das Schwimmbad bildeten, beiseite schob.
Er trug enge Hosen, die für seine Größe vielleicht etwas zu kurz waren, dazu ein Jackett und ein kragenloses Hemd. Als er seine Mütze beiseite warf, blitzte in seinen blauen Augen ein wilder, lüsterner Blick auf, der Martin gleichermaßen erregte und ängstigte. Ohne Umschweife küsste er Martin leidenschaftlich auf den Mund und keuchte: „Ich konnte letzte Nacht nicht schlafen, weil ich so sehr an unser heutiges Treffen gedacht habe.“
„Ich auch nicht“, keuchte Martin hervor, geblendet von dem Wissen, dass er der Grund für diese Gefühle war, die in einem so lüsternen Burschen wie Stephen geweckt wurden. Sie entkleideten sich rasch, und Martin bemerkte anerkennend, dass Stephen keine Unterwäsche trug, während er in unbeholfenen Kombinationen steckte. Beide Jungen waren steinhart, noch bevor sie sich ganz ausgezogen hatten. Stephen zog Martin zu einem weiteren leidenschaftlichen Kuss an sich. Während sie um die Vorherrschaft über ihre Münder rangen, gelang es Martin, Stephens große Erektion unter seine Hoden zu bekommen und dann seine Schenkel fest zusammenzupressen. Stephen stöhnte in seinen Mund und begann instinktiv, sein Glied in dieser intimen und bequemen Umgebung zu stimulieren, wobei sein Schwanz einen stetigen Strom seines jungen Samens absonderte, der als Gleitmittel wirkte und seine Leidenschaft weiter anfachte.
Wie bei allen Jungs dauerte es nicht lange, bis Stephen eine scheinbar eimerweise Samenflüssigkeit zwischen den Beinen seines Liebhabers ergoss. Das Gefühl von Stephens Ejakulation zwischen seinen Schenkeln ließ auch Martins Penis, der zwischen ihren Bäuchen eingeklemmt gewesen war, ejakulieren. Sie keuchten auf und lösten sich voneinander, um zu begreifen, was ihre Handlungen, wenn nicht gar ihre Gefühle, bewirkt hatten. Dann lachten die Jungen erleichtert über die Erfüllung ihrer Leidenschaft und die Freude über deren Frische, stürzten sich ins Wasser und tollten dort über eine Stunde lang herum.
Nach dem Baden lagen beide erschöpft und tropfnass am Ufer. Martin verkündete, er verhungere, und Stephen sagte: „Komm zum Tee zurück ins Cottage. Ich möchte dir meinen Stiefvater vorstellen, falls du das möchtest.“
„Das würde mir sehr gefallen“, antwortete Martin aufrichtig, und tatsächlich fiel ihm in diesem Moment keine andere Einladung ein, die er vorziehen würde.
Stephen nahm das Handtuch und trocknete Martin sorgfältig ab. Als Martin ihm den Gefallen erwidern wollte, winkte Stephen ihn nur ab und meinte, er sei schon fast trocken. Er zog sich die Hose über die nackten Beine und das Gesäß, wobei das feuchte Hemd an seinen Muskeln klebte.
Stephen trat in die Pedale, während Martin auf der Bar saß und seinen Rücken an Stephens tröstende Brust lehnte. Die Intimität dieser einfachen Handlung ließ Martins Penis in der Hose erneut erregen.
Als die Küchentür entriegelt wurde, bellten drei Border Collies aufgeregt, um ihren Besitzer zu begrüßen. Knight, etwas überrascht vom unerwarteten Besuch seines Sohnes, stand auf, begrüßte Martin und folgte dann dem Beispiel seines Sohnes, um sich in ein entspanntes Gespräch zu vertiefen, während Tee und Buttertoast serviert wurden. Die Hunde fraßen gierig, ihr Hunger war noch verstärkt durch die Aktivitäten des Nachmittags.
Knight erzählte von Croome und dem Land, das er so offensichtlich liebte – seine Stimme so sanft und warm wie das Knistern des Feuers im Küchenofen. Er erinnerte sich an Besuche von Martins Mutter und Großmutter in eben dieser Küche und ging bei der Mutter etwas behutsam vor, aus Angst, den Jungen zu verletzen. Als das Gespräch auf Schule und Sport kam, strahlte der alte Mann vor Stolz, als er Stephens Erfolge aufzählte und ihn sogar als Dorfhelden bezeichnete. Stephen errötete daraufhin anständig, widersprach aber nicht, sichtlich erfreut darüber, seinen aristokratischen Freund beeindrucken zu können. Martin wünschte sich, er hätte einen Elternteil oder einen Verwandten, der so für ihn empfand, doch solche Erfolge galten in Familien wie seiner als unschicklich, und er konnte sich nur daran erinnern, dass seine Mutter ihn zweimal in der Vorbereitungsschule besucht hatte und sein Vater nie. Der Gedanke, wieder zur Schule gehen und Stephen zurücklassen zu müssen, machte ihn krank.
Knight stand auf und erklärte, er müsse noch etwa eine Stunde Fallen aufstellen, bevor es dunkel werde. Martin stand ebenfalls auf und reichte ihm die Hand, die Knight fest schüttelte. Er dankte „Mr. Knight“ für den Tee und kündigte höflich an, wiederzukommen, um den Dachsbau in dem zuvor erwähnten Wäldchen zu besichtigen.
Als sein Vater das Tor verlassen hatte, fragte Stephen schüchtern, ob Martin seine Bücher sehen wolle. Ohne zu bedenken, dass Croome eine der besten Bibliotheken in dieser Gegend Englands besaß und in diesem Moment sogar ein Bibliothekar hauptberuflich damit beschäftigt war, mittelalterliche Handschriften zu katalogisieren, antwortete Martin mit belegter Stimme, dass er das sehr wohl wolle.
Stephen führte ihn die schmale Treppe hinauf und packte ihn schließlich am Arm, um ihn herunterzuziehen, damit er nicht an einem verbogenen Eichenbalken hängen blieb, der wohl nur deshalb dort angebracht worden war, um Unvorsichtige zu erschrecken. Martin spürte den elektrisierenden Reiz seiner Berührung.
Stephens Schlafzimmer war ein winziger, verwinkelter, weiß getünchter Raum unter dem Reetdach. Trotzdem war es ein sauberes und einladendes Zimmer, wenn das Nachmittagslicht durch die Dachgaube fiel. Martin ging zum Fenster und blickte über das Dorf. Dort stand die Kirche mit ihrem quadratischen Turm. Dort war der Bach, in dem sie geschwommen waren, und vermutlich auch derselbe, der den Zierteich in seinem Garten speiste. Das Haus selbst war auf der anderen Seite des Parks nicht zu sehen, worüber Martin froh war. Doch er war sich bewusst, dass alles andere, was er sah, seinem Vater gehörte: der Wildhüter, das Dorf, der Park, der Bach, die Kirche – und vielleicht sogar Gott selbst. Seine Familie besaß all das, und doch war er es, der sich in diesem Zimmer danach sehnte, zu jemand anderem zu gehören.
Die Büchersammlung bot das Übliche: Abenteuerromane für Jungen und beliebte Schulgeschichten, aber auch einige von H. G. Wells und anderen zeitgenössischen Autoren. Das beeindruckte Martin. An der Wand hing ein Zeitungsausschnitt über Stephens Erfolge im Cricket. Stephen lächelte stolz und sagte dann, von plötzlichem Zweifel übermannt: „Ich weiß, es ist nichts im Vergleich zu deinem Zimmer in Croome – ich weiß nicht, warum ich dich hierhergebracht habe.“ In diesem Moment entdeckte er ein Paar Strümpfe auf dem Boden und schob sie geschickt unter das kleine Bett. Dann errötete er bei der Erinnerung an seine Worte.
„Eigentlich Zimmer – ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und ein Ankleidezimmer; aber deins ist viel schöner, weil es dir gehört, nicht wie das Museum, in dem ich lebe, wo mir nichts gehört. Und es ist gemütlich.“
„Wir sind über dem Küchenherd, deshalb ist es warm. Und ich nehme an, Sie haben silberne Bürsten, Seidenpyjamas und so weiter“, fuhr er frech fort.
„Nein, nicht silber, sondern elfenbeinfarben mit meinen Initialen in Gold und schlicht aus Baumwolle, nicht aus Seide. Ich würde Ihnen welche aus Seide kaufen, wenn Sie möchten, die würden Ihnen wunderbar stehen“, fügte er kühn hinzu, um nicht nachzustehen.
„Meinen Sie das?“, fragte Stephen mit einem verschmitzten Lächeln. „Ich trage ja gar nichts, und manche finden vielleicht sogar, ich sehe noch besser aus.“
Daraufhin ließ Stephen seine Hose zu Boden gleiten und zog Martin an sich. Martin fuhr mit der Hand unter sein Hemd, spürte den kleinen Haarfleck in seiner Brustfalte und atmete seinen Duft ein. Stephen strich sanft mit dem Zeigefinger über Martins Lippen und hielt dessen Kopf leicht zurück, um sich ganz auf ihn zu konzentrieren. Dann zog er Martin mit einer kräftigeren Bewegung an sich, seine Hände glitten Martins Rücken hinab und ruhten fest auf dessen Gesäß, bevor er ihn leidenschaftlich küsste.
Die beiden frisch Verliebten küssten sich weiter, während sie sich hastig auszogen. Nachdem sie ihre Hemden abgelegt hatten, warfen sie beide ihre Hosen beiseite, und Martin überraschte Stephen, indem er ihn zurück aufs Bett drückte und sich zwischen seine muskulösen Beine kniete. Er umfasste Stephens großen, harten Penis und begann, die Eichel zu lecken, während er ihn von der Wurzel her nach oben drückte, sodass sich Tropfen von seinem Saft in der Harnröhrenöffnung sammelten. Dann, mit einer geschickten Bewegung, nahm er ihn in den Mund und schob Stephens Glied gekonnt tief in seinen Rachen. Einen Augenblick lang dachte er darüber nach, dass er aus einer der großen englischen Familien mit einer langen Tradition des Dienens stammte. Er begann, sich auf und ab zu bewegen und die empfindliche Eichel mit seiner Zunge zu umspielen, während er beiläufig feststellte, dass sich Stephens unbeschnittener Penis ganz anders anfühlte als der des Oberstufenschülers, den er pflichtbewusst befriedigt hatte.
Nach einigen Minuten intensiven Saugens löste er sich von Stephen, tauchte zwischen dessen Beine und begann, an seinen Hoden zu lecken und zu saugen, während er mit einer Hand Stephens Penis und mit der anderen seinen eigenen streichelte. Schon bald kündigte Stephen an, dass er gleich kommen würde, also rückte Martin wieder nach oben, nahm den glitschigen Penis erneut in den Mund und begann, mit seiner Zunge – wie er sicher wusste – maximales Vergnügen zu bereiten. Bald wurden seine Bemühungen mit einem gewaltigen Schwall heißen Samens aus Stephen belohnt, den er mehr als nur pflichtbewusst schluckte. Er ejakulierte in seine eigene Hand, die er zum Mund führte und sauber leckte.
„Wo hast du denn so gut lutschen gelernt – ich meine, hast du das schon mal mit anderen Jungs gemacht?“, fragte Stephen, während er keuchend auf dem Bett lag und Martins Kopf auf seinem Oberschenkel ruhte.
„Nur noch einer“, erwiderte Martin nachdenklich. „Ich bin sein Schwuler in der Schule.“
„Was soll das heißen?“, fragte Stephen, der sich nun auf seinen Ellbogen stützte und Martin direkt ansah, wobei sich der pralle Muskel in seinem Arm eindrucksvoll anspannte.
„Nun ja…“, begann Martin und schilderte die Pflichten und Aufgaben eines Schülers der ersten Klasse gegenüber einem Schüler der Oberstufe.
"Und schlägt er dich?"
"Oh nein, er hilft mir sogar bei der Vorbereitung – ich glaube, ich kann ihn dazu bringen, alles für mich zu tun; er ist wirklich ziemlich verrückt, wenn man bedenkt, dass er Kapitän der ersten Mannschaft ist und im nächsten Semester für Oxford spielt."
„Und macht es dir Spaß, es mit ihm zu tun?“, fragte Stephen, der ein wenig eifersüchtig war.
„Ach, er ist schon okay, denke ich. Er sieht aber nicht annähernd so gut aus wie du. Ich mach mir da auch keine großen Gedanken drüber. Ich muss das halt machen. Außerdem …“, fügte er hinzu und wackelte mit dem kleinen Finger, um den Satz zu beenden. Stephens Stolz war besänftigt, und er brach in Lachen aus. „Und was ist mit dir? Mit deinem Aussehen und deinem – du weißt schon – du hast bestimmt jede Menge Mädchen und Jungen, die dir hinterherlaufen“, fragte Martin und schmeichelte seinem Freund.
„Oh, ich hatte schon ein paar“, sagte Stephen mit einer weltgewandteren Miene, als ihm zustand. „Ein paar Mädchen haben mich oral befriedigt, und ein oder zwei haben sich von mir ficken lassen – Mädchen aus dem Dorf –, aber ich verrate nicht, wer.“
"Und Jungen"
„Oh, zwei oder drei – einer war ein Mann, der im Feathers wohnte, und der wollte, dass ich mit ihm schlafe.“ Martin zuckte bei dem Wort zusammen, sah aber Stephen fragend an. „Also tat ich es – oder versuchte es zumindest – und er schrie so laut, dass ich dachte, der Vermieter würde es hören. Er wollte mir danach Geld geben, aber ich lehnte ab. Ich wollte einfach nur wissen, wie es ist.“
Martin stellte keine weiteren Fragen und begann, all diese Informationen zu verarbeiten. In der Schule, zusammen mit seinem Oberstufenschüler, wog er ab, ob er die Handlungen aus Pflichtgefühl oder aus Vergnügen vollzog. Er hatte sich lange geweigert, selbst sich selbst einzugestehen, dass er es gerne mit anderen Jungen tun würde, aber jetzt, mit Stephen, schien es einen höheren Sinn zu haben, den er nicht länger leugnen konnte. Es war ein zentraler Bestandteil seines Wesens.
Martin fuhr bei Einbruch der Dunkelheit los und radelte so schnell er konnte, um noch rechtzeitig ein Bad nehmen zu können, bevor er sich zum Abendessen anzog.
Zum Abendessen waren zehn Personen anwesend, doch sein Bruder fehlte. Sein Vater war niedergeschlagen, und so fiel es Martin zu, das Gespräch mit den Erwachsenen, die übers Wochenende zu Besuch waren, aufrechtzuerhalten, obwohl er nur daran denken konnte, wie er in der Badewanne geweint hatte, als der Schaum den Duft seines Geliebten wegspülte, und wie er glaubte, ohne Stephen bis zur zweiten Hälfte des Michaelis-Festes zu sterben.
Martin machte sich auf den Weg zur Schule, ohne seinen Vater oder seinen Bruder zu sehen, die mit einem frühen Zug nach London gefahren waren. Der Güterwagen mit Martin und seiner Kiste rollte durch das Dorf Branksome-le-Bourne in Richtung Bahnhof, und Martin suchte gespannt die Umgebung ab, in der Hoffnung, Stephen zu erblicken. Wahrscheinlich war dieser aber schon in der Dorfschule oder anderweitig beschäftigt. Er entdeckte Knight, der eine Hecke ausbesserte und ihm fröhlich zurief: „Viel Glück, Euer Lordschaft!“, was Martins Trübsinn und Verzweiflung jedoch kein bisschen aufhellte.
Im Laufe des Schuljahres, als der Winter näher rückte, hellten sich Martins Stimmungen durch gelegentliche Briefe von Stephen auf. Er las sie immer wieder, als wolle er eine verborgene Bedeutung herausfiltern, und genoss es anschließend, sich an den Erinnerungen an das Vergangene zu ergötzen. Diese Briefe waren in fester Handschrift verfasst und zeugten von besserer Rechtschreibung als seine eigene. Sie enthielten keine Zärtlichkeiten, sondern berichteten neutral über das Dorfleben: Stephen hatte einen Knochenbruch bei einem seiner Hunde erfolgreich behandelt; er hatte bei einer Jagdgesellschaft als Treiber gedient, bei der die Gäste des Marquess eine Rekordausbeute erzielt hatten; er hatte einen Preis in Latein gewonnen; er hatte im Gemeindehaus mit dem Boxen angefangen, wo der Pfarrer, der gleichzeitig Pfadfinderleiter war, einen Boxsack, Hanteln und andere Geräte aufgestellt hatte… Martin fantasierte davon, wie Stephen boxte, oberkörperfrei, wie er ihn zum ersten Mal gesehen hatte, sein schweißgetränktes Haar bei jeder Kopfbewegung im Wind wehte. Tatsächlich beschwor Martin dieses Bild und das Bild, wie er Stephen küsste, während sein Schwanz zwischen seinen zusammengepressten Schenkeln glitt, ziemlich oft herauf, wenn er seine nächtliche Pflicht an seinem Oberstufenschüler erfüllte, und der Narr ermutigte Martin dazu, sich selbst zu befriedigen, in dem unwissenden Glauben, dass die Stimulation irgendwie auf ihn selbst zurückzuführen sei.
Stephens Briefe ermutigten Martin, sich im Lacrosse und in der Leichtathletik mehr anzustrengen, und tatsächlich gab Martin seinetwegen noch mehr Gas und erzielte einige Erfolge. Der Lacrosse-Kapitän sagte, er würde für die Fastenzeit berücksichtigt werden, wenn er seine Fitness beibehielte. Dann erreichte Martin ein Brief, der ihn zutiefst erschütterte. Nachdem er gelesen hatte, wie Stephen bei einer schwierigen Geburt geholfen hatte, erwähnte er beiläufig, dass der junge Earl, Martins Bruder, sich nun in einem privaten Sanatorium in Bournemouth befand. Martin war fassungslos. Sein Vater hatte ihm kein Wort davon mitgeteilt.
Er beschloss, seinen Hauslehrer zu fragen, ob er in Croome anrufen dürfe, da sein Vater die Vorrichtung einige Jahre zuvor widerwillig eingebaut hatte. Angesichts der offensichtlichen Verzweiflung des Jungen wurde dieser Bitte entsprochen. Schließlich wurde sein Vater ans Telefon gebracht und klang zunächst verärgert. Doch er beruhigte sich schnell und erklärte Martin, dass William dort die bestmögliche Behandlung erhalten würde ( Behandlung wofür? ) und dass er Martin nicht beunruhigen wollte, zumal Prüfungszeit war. Außerdem versicherte ihm sein Vater, dass William zu Weihnachten wieder zu Hause sein würde, und das sei ja nur noch einen Monat entfernt.
Martin kam zwei Tage vor Weihnachten in Croome an. Wie immer sollte es eine große Feier geben. Nachdem er seinen Vater begrüßt hatte, eilte Martin zu Williams Zimmer und warf sich seinem großen Bruder in die Arme. William war gut gelaunt und fragte pflichtbewusst nach Martins schulischen Erfolgen. Doch als Martin ihn ansah, erkannte er, dass alles nur Fassade war. Williams Haut sah furchtbar aus, und seine Nase wirkte entstellt, als wäre der Nasenrücken weggefressen. Martin jedoch erwiderte die gute Laune seines Bruders, denn er spürte, dass genau das sein Wunsch war. William fragte ihn nach dem Kapitän der ersten Mannschaft und äußerte scherzhaft die Hoffnung, sein Bruder würde kein Rheuma in der Hand bekommen.
„Nein, Kiefersperre!“, kicherte Martin, und sein Bruder gab sich schockiert, obwohl er es war, der ihm Jahre zuvor beigebracht hatte, wie er sich selbst befriedigen konnte, und ihn hilfreicherweise über die seltsamen Gepflogenheiten der Schule aufgeklärt hatte, die er besuchen sollte. Beide lachten, und William tat so, als wolle er ihm die pikanten Details entlocken, aber Martin errötete und sagte nichts.
Plötzlich wirkte William sehr müde und klagte über Kopfschmerzen, woraufhin Martin ihn verließ.
Der Heiligabend verlief wie gewohnt mit den Familientraditionen und dem Empfang der Gäste. Martin war beunruhigt, als er erfuhr, dass es am Neujahrstag keine Jagd geben würde – das erste Mal, dass er sich an so etwas erinnern konnte. Die Familie zog am Heiligabend in einer Prozession zur Kirche, und Martin lobte den Pfarrer für die Boxausrüstung, die er gerne sehen würde. Er erblickte Stephen und seinen Stiefvater vor der Kirche, konnte aber kein Wort herausbringen. Als um Mitternacht die Geschenke ausgepackt wurden (ein deutscher Brauch von der Familie seiner Mutter), befanden sich darunter ein Paar Boxhandschuhe und ein neues Fahrrad. Martin hatte keine Ahnung, woher sein Vater vom Boxen wusste. Sein altes Fahrrad, das noch wie neu war, wollte er unbedingt Stephen schenken.
Während sie am nächsten Tag ihr üppiges Abendessen genossen, ereignete sich ein beunruhigender Vorfall. Ohne ersichtlichen Grund begann William zu schreien und zerschmetterte eine Karaffe auf den Boden. Wein vermischte sich mit dem Blut aus der Schnittwunde an seinem Handgelenk, die er qualvoll langsam über das schneeweiße Hemd zog und dabei eine blutige Spur hinterließ. Paul und Michael, die beiden ihm am nächsten stehenden Diener, halfen William, den Raum zu verlassen, während die übrigen Gesellschafter versuchten, ihre Gespräche fortzusetzen. Doch es gelang ihnen nicht, und die Feier war ruiniert.
"Es tut mir leid, mein Junge, dein Bruder ist doch noch nicht ganz genesen und muss morgen nach Bournemouth zurückkehren."
Martin fing an zu weinen, und sein Vater umarmte seinen jüngeren Sohn – eine seltene Geste – und murmelte: „Ich weiß, ich weiß.“ Sie standen eine Minute lang in der Bibliothek, bevor sein Vater sagte: „Jetzt müssen wir weiter, wir haben Gäste, und ich brauche deine Hilfe, jetzt, wo deine Mutter nicht da ist.“
Der nächste Tag, der zweite Weihnachtsfeiertag, verging in einer Reihe von schrecklichen Ereignissen. William wurde im Auto weggeschickt, aber nicht, bevor Martin ihn noch umarmen und küssen konnte. William brachte ein schwaches Lächeln zustande. Nach einem tristen Mittagessen fuhren die Gäste in einem Konvoi von Kutschen über die glatten Straßen zum Bahnhof. Martin folgte ihnen auf seinem neuen Fahrrad und bog in Richtung des Häuschens der Knights ab. Er fand die beiden zu Hause vor dem Küchenofen vor, dessen alte Balken mit glänzendem Pferdegeschirr und Kupferkesseln bespielt waren. Sie begrüßten sich herzlich, und Martin holte für jeden ein Geschenk hervor: ein silbernes Klappmesser zum Pfeifenreinigen für Knight und ein Exemplar von „ Herz der Finsternis“ für Stephen. Sie freuten sich über ihre Geschenke; Knight befestigte seines an seiner Uhrenkette, und Stephen warf einen Blick auf die erste Seite seines eigenen.
Nach dem Tee schlug Stephen vor, dass die Hunde vor dem Schlafengehen vielleicht noch einen Spaziergang machen sollten. Die Sterne funkelten bereits am schwarzen Himmel, als die beiden Jungen und die drei Hunde das Häuschen verließen. Sobald sie außer Sichtweite waren, packte Martin Stephen und küsste ihn. Er konnte nicht anders, als mit der Hand über die Wölbung in Stephens gut gefüllter Hose zu streichen. „Ich halte es nicht aus, von dir getrennt zu sein.“
„Ich auch nicht. Ich befriedige mich jede Nacht im Bett – und fast jeden Morgen auch – und denke dabei an dich und deine verdammt weichen Lippen“, sagte Stephen. Martin errötete in der Dunkelheit.
Stephen lenkte ihre Schritte in Richtung Kirche und zog, gerade als sie den Saal des Fraueninstituts erreichten, einen großen Schlüssel aus der Tasche. „Der Pfarrer hat ihn mir gegeben; er ist für die Turnhalle.“
Stephen band die Hunde an das Leichenportal und öffnete leise die Tür zur dunklen Halle. „Hier bauen wir den Ring auf“, erklärte er und zeigte Martin dann, durch eine Tür in einen kleineren Raum gehend, im fahlen, grellen Sternenlicht die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände.
„Ich möchte mit dir zusammen trainieren. Ich möchte Muskeln wie deine haben“, sagte Martin und nahm einen indischen Knüppel in die Hand.
„Das wäre der Hammer, aber du siehst auch so schon gut aus“, meinte Stephen und zog den Jüngeren an seine Lippen. Martin nahm die Zunge seines Liebhabers gierig auf, während er sich an Stephen festklammerte und begann, dessen Hose zu öffnen. Er kniete sich hin und begann, Stephens Penis so geschickt wie möglich zu lutschen, wobei er mit der Zunge unter die Vorhaut glitt, was Stephen zum Stöhnen und heftigen Stoßen in seinen Mund brachte. Viel zu schnell erhielt Martin seine lang ersehnte Belohnung: den Geschmack von Stephens heißem, süßem Saft, der seinen Mund füllte. Er ejakulierte in seine Hand. Als er aufstand und sich die Hand abwischen wollte, überraschte ihn Stephen, indem er sie zu seinem Mund führte und sie sinnlich mit der Zunge sauber leckte. Martin war von dieser intimen Geste gleichermaßen verblüfft und erregt, so sehr, dass sein Penis wieder hart wurde. Stephan bemerkte es und lachte.
„Keine Zeit für eine weitere Runde mit meinem geilen Lord“, sagte er und gab Martin einen schnellen Kuss.
Während sie sich anzogen, erzählte Martin von seinem alten Fahrrad. Stephen meinte, es sähe komisch aus, wenn er es mitnähme, sagte aber, er würde darüber nachdenken, nachdem Martin heftig protestiert hatte. Dann erzählte Martin von seinem Bruder und dem Vorfall und weinte leise, als er beschrieb, wie sein Bruder in das Auto gezwängt worden war. „Ich habe das Gefühl, ihn zum letzten Mal gesehen zu haben.“ Stephen zog ihn an sich und küsste seinen Scheitel, der selbst im Sternenlicht golden leuchtete. Am Gartentor trennten sie sich, und Martin fuhr vorsichtig im Dunkeln mit dem Fahrrad nach Hause, die Tränen schienen auf seinem Gesicht zu gefrieren.
Am übernächsten Tag verkündete Martins Vater beim Frühstück eine überraschende Neuigkeit. In Anwesenheit von Chilvers erklärte er, dass er auf Anraten seines Arztes für einen Monat nach Cannes reisen würde. Martin war fassungslos. „Was wird aus mir? Was wird aus William? Was wird aus Croome?“
„William wird bestens versorgt, und ich werde regelmäßig aus Frankreich berichtet“, antwortete sein Vater. „Die Reise dauert nur anderthalb Tage, falls ich zurückkommen muss – was die Ärzte aber nicht erwarten.“ „Croome wird in Blakes Händen sein“, fügte er hinzu und nannte damit den Mann, der das Anwesen seit Jahren gut und gewinnbringend verwaltet hatte, denn im Gegensatz zum Marquess of Branksome war er ganz für Modernisierungen, die über das Haus hinausgingen. „Und du bist alt genug, um mitzureden. Du bist fast sechzehn.“
"Fast vierzehn, Papa"
"Ja, genau, fast vierzehn, und du kannst mich gerne nach Cannes begleiten, wenn du möchtest."
"Nein danke, Vater, ich bleibe hier."
„Sehr gut. Hast du vielleicht einen Schulfreund, den du für den nächsten Monat oder bis zu deiner Rückkehr einladen möchtest? Ich möchte nicht, dass dir langweilig wird oder du dich auch nur im Geringsten vernachlässigt fühlst. Du könntest ihn ja mit nach London nehmen und bei deiner Tante am Lowndes Square wohnen, oder wir könnten Branksome House öffnen.“
„Ich habe einen Freund.“
„Gut!“, sagte sein Vater und unterbrach ihn. „Schreib ihm – oder ruf an, wenn das heutzutage noch üblich ist für euch junge Leute.“
„Er wohnt hier im Dorf: Stephen Knight“
„Der Stiefsohn des alten Ritters? Der Kapitän der Cricketmannschaft? Derjenige, dem ich einen Preis für Latein verliehen habe?“
„Ja, alle“, sagte Martin gut gelaunt. „Ich möchte, dass er als mein Freund, als unser Gast, bei uns wohnt. Er bringt mir Boxen bei.“
„Nun, das ist höchst ungewöhnlich, aber ich sehe keinen Grund, warum es nicht arrangiert werden könnte. Ein feiner, stattlicher Kerl. Sehen Sie irgendwelche Probleme mit den Bediensteten, Chilvers?“, fragte Lord Branksome und spielte damit auf die Möglichkeit sozialer Peinlichkeiten an.
„Ich glaube nicht, Sir, wenn Sie diese Regelung wünschen. Mrs. Capstick ist, glaube ich, besonders angetan von dem jungen Mann, und er ist ein ausgezeichneter Spin-Bowler.“
„Gut, Chilvers“, sagte Martin mit einem letzten Nachdruck, „er kann in meiner Umkleidekabine schlafen, vorausgesetzt, ich kann ihn dazu überreden.“
Später am Morgen fuhr er mit dem Fahrrad zu Stephens Hütte und präsentierte ihm seinen Plan. Es brauchte etwas Überredungskunst, aber mit Martins Drängen in Stephens Richtung setzte er sich schließlich durch. Stephen fragte ihn nach seiner Position: „Soll ich etwa mit den Bediensteten schlafen?“
„Nein, du Dussel, du schläfst bei mir“, sagte er errötend. „Das ist im Schlafzimmer neben meinem. Du bist unser Hausgast.“
„Aber was soll ich anziehen? Was werden die Diener denken? Wie soll ich sie nennen, wie soll ich euch nennen?“
„Ziehen Sie einfach Ihre übliche Kleidung an. Ich werde es auch tun. Und es ist niemand da“, fügte er hinzu und vergaß dabei geflissentlich die 37 Angestellten, die sich um Croome kümmerten. „Es sei denn, wir fahren nach London – meine Tante hat uns eingeladen –, dann müssen Sie sich eben überlegen, wie Sie die Bediensteten ansprechen. Mrs. Capstick ist von Ihnen begeistert, und ich musste mir heute Morgen fünfzehn Minuten lang ihre Lobeshymnen anhören. Und denken Sie daran: Unter vier Augen verwenden wir unsere Vornamen, aber nicht vor den Bediensteten.“
„London! Ich war noch nie in London. Taunton ist so ziemlich das Weiteste, was ich je gekommen bin, aber ich habe alles darüber in den Büchern von Herrn E. V. Lucas und natürlich bei Charles Dickens gelesen.“
Martin lächelte; er hatte Stephen zum ersten Mal in ihrer Freundschaft in eine schwierige Lage gebracht, und Stephens Begeisterung für all die Dinge, die Martin für selbstverständlich hielt, war ansteckend.
Der Rest des Tages gehörte jedoch Stephen. Das Boxen in der Halle des Fraueninstituts bewies einmal mehr, dass Stephen in allen körperlichen Aktivitäten hervorragend war. Sie hatten sich geschworen, jeden Tag ihres Aufenthalts in Croome zwei Stunden lang hierherzukommen, um Sport zu treiben. Stephen nahm Martin mit in den Stall, um ihm das Fohlen zu zeigen, das er zur Welt gebracht hatte. Der Stallmeister sang ihm Loblieder aus demselben Liedblatt vor, das offenbar auch Mrs. Capstick besaß, woraufhin Martin die Augen verdrehte. Vorsichtig zeigte Stephen Martin eine Kiste mit einem Bienenschwarm. Die Bienen waren tot gewesen – vom Kälteeinbruch getötet –, aber Stephen hatte sie eingesammelt und die Kiste an die Rückseite des Kamins gestellt, wo die Wärme die Tiere, so schien es, wieder zum Leben erweckt hatte.
Zurück in Stephens kleinem Zimmer liebten sie sich, während Knight in „The Feathers“ sein Bier trank. Anschließend half Martin Stephen, ein paar Sachen in eine Handtasche zu packen. Martin spürte ein Kribbeln, als er Stephens Kleidung berührte und mit dem Finger über den Reißverschluss seiner Sonntagsanzughose strich – jener Hose, die vor Monaten am Pool sein stattliches Gemächt so deutlich zur Geltung gebracht hatte.
Am nächsten Morgen, nur eine Stunde nachdem Lord Branksome das Haus durch die Vordertür in Richtung Kontinent verlassen hatte, traf Stephen, wie angewiesen, an derselben Tür ein und wurde von Chilvers empfangen.
„Guten Morgen, Sir“, sagte er. „Ich hoffe, Ihrem Vater geht es gut, Stephen.“ Diese kluge Einschätzung ließ Stephen hoffen, dass sein Aufenthalt doch noch von Vorteil sein könnte. In diesem Moment stürmte Martin in die Halle, schüttelte Stephen die Hand, nahm ihm die Handtasche ab und reichte sie Michael, dem Diener, wobei er ihn mit seinen Blicken herausforderte, auch nur den geringsten Blick auf das Objekt zu werfen, das er nun verächtlich in seiner weißbehandschuhten Hand hielt.
„Komm und sieh dir deine Unterkunft an!“, rief er und führte Stephen durch die innere Halle und dann in die Große Halle zu einer unglaublich prunkvollen Treppe. Eine Treppe, dann links und rechts – und schon waren sie in Martins Gemächern. Stephen glaubte, sich noch an den Rückweg erinnern zu können.
Martins Zimmer war zwar etwas unpersönlich, aber sehr prunkvoll, mit einem großen Bett mit Vorhängen und vielen Möbeln. Eine Tür führte in ein kleines Wohnzimmer, in dem unter anderem ein Schreibtisch mit Martins Hausaufgaben und ein Frühstückstisch standen. „Wir können hier frühstücken und müssen nicht in dieses schreckliche, mausoleumartige Esszimmer gehen.“ „Hier“, sagte er und riss eine weitere Tür weit auf, „ist dein Zimmer, und diese Tür führt zu unserem Badezimmer – Mutter hat es einbauen lassen, als das hier noch das Kinderzimmer war. Es ist das beste Badezimmer im ganzen Haus – selbst Vater muss das hier unten im Flur benutzen.“
Stephen wandte seine Aufmerksamkeit seinem Zimmer zu, als es höflich an der Tür klopfte und Michael die Handtasche hereinbrachte und abstellte.
„Soll ich auspacken?“, fragte er eisig.
Stephen sah Martin an. „Nein, ich erledige es selbst, wie Sie sehen, sind es nur ein paar Kleinigkeiten.“ Daraufhin zog sich der Diener wortlos zurück.
„Mach dir keine Sorgen um ihn“, sagte Martin munter. „Du bist mein Freund, und wir können hier oben ganz allein sein, wenn wir wollen.“
Stephen betrachtete sein Einzelbett. „Es ist viel größer als meins zu Hause.“
„Dein Bett ist das beste der Welt“, sagte Martin, „zumindest wenn du darin liegst. Meins ist riesig und kann nachts kalt und einsam werden“, sagte er mit einem Augenzwinkern, während Stephen sich wieder dem monströsen, verhüllten Lastkahn zuwandte.
"Das hier könnte die ganze Branksome First Uleven fassen", sagte Stephen und ahmte dabei einen westenglischen Akzent nach.
"Oh! Das ist eine Idee!" kicherte Martin.
Martin berührte die Glocke, und sogleich erschien Chilvers. „Chilvers, wir werden alle unsere Mahlzeiten hier oben in meinem Wohnzimmer einnehmen und uns selbst bedienen, wenn das für die Bediensteten in Ordnung ist.“
„Wie Eure Lordschaft wünschen. Man würde es begrüßen, wenn wir das Speisezimmer nicht besetzen müssten. Möchten Sie Wein zum Abendessen?“
„Bier, denke ich“, erwiderte Martin und sah Stephen an, der nickte. „Ich werde Mr. Knight nun etwas vom Haus zeigen.“
"Sehr gut, mein Herr, aber ich bitte um Verzeihung, Mrs. Capstick würde sich sehr freuen, wenn Sie beide nach Ihrer Tour in ihrem Zimmer Tee trinken würden."
"Sag ihr, wir würden uns sehr freuen", antwortete Martin.
„Wir beide?“, fragte Stephen überrascht.
"Jawohl, beide jungen Herren", sagte sie.
Stephen strahlte über das Kompliment.
Die Besichtigung des riesigen Gebäudekomplexes war verwirrend. Raum um Raum wurde durchquert, manche, selbst laut Martin, völlig nutzlos. In der großen Bibliothek stießen sie auf den mausartigen Archivar, der über ein verstaubtes Pergament gebeugt saß. Im Speisesaal, Schauplatz des bedrückenden Weihnachtsfestes, musterte Stephen in der düsteren Dunkelheit die Einrichtung. Der Tisch, aus einem seltenen Tropenholz gefertigt, bot wohl vierzig Personen Platz auf Stühlen, die aussahen, als bräuchte man zwei Diener, um sie hinein- und hinauszubewegen. Auf dem Sideboard, so groß wie ein Ladenlokal im Dorf, stand ein eher unscheinbares Geschirr, während auf einem hässlichen Gebilde namens Speiseaufzug ein prächtiges Wooster-Dessertservice ruhte. Er sah Martin an, der sagte: „Ja, es ist zum Kotzen!“, und dann kicherte.
Stephen verlor sich noch mehr, als Martin ihn durch die Filztür in die Welt der Bediensteten führte. Als kleiner Junge war Stephen oft in der Küche gewesen, aber er war immer noch voller Ehrfurcht. Als sie den Dienersaal betraten, erhoben sich mehrere Mägde und die vier Lakaien.
„Setzen Sie sich bitte“, sagte Martin. „Mrs. Capstick hat Mr. Knight und mich zum Tee eingeladen. Würden Sie ihr bitte ausrichten, dass wir da sind, Daisy?“, sagte er zu einem hübschen jungen Mädchen, das in Gegenwart der beiden gutaussehenden Jungen heftig errötete.
Wie erwartet, kümmerte sich die Haushälterin, Mrs. Capstick, rührend um die Jungen und hatte einen köstlichen Tee zubereitet. Sie erkundigte sich nach Stephens Vater und begann dann erneut, Stephen in den höchsten Tönen zu loben. Martin war insgeheim stolz auf seinen Freund, tat aber aus Höflichkeit so, als langweile ihn das, und verdrehte die Augen, als Mrs. Capstick es nicht bemerkte. Gerade als sie ihr kleines Häuschen verließen, ergriff sie Stephens Hand: „Ich bin so froh, dass du gekommen bist. Mach dem jungen Lord eine Freude. Er könnte einen guten Freund gebrauchen, fürchte ich. Du bist ein feiner junger Mann, Stephen.“
Zurück in ihren Gemächern verkündete Martin, er wolle baden, und rief den Diener, der nur kam, um die Wasserhähne aufzudrehen und die flauschigen Handtücher bereitzulegen. Stephen fragte sich, warum Martin diese Arbeiten nicht selbst erledigen konnte, anstatt diesen jungen Mann zwei Stockwerke hinauf und einen kilometerlangen Gang entlanglaufen zu lassen. Als Paul gegangen war, zupfte Martin an Stephens Kleidung und sagte: „Du kommst mit mir ins Bad, aber du musst den Wasserhahn aufdrehen, denn ich bin ein Lord und du bist ein schmutziger Schlingel.“
„Ja, aber ich verfüge über einen riesigen Adelsstand, dem Sie vielleicht Ihre Reverenz erweisen könnten. Außerdem bin ich auf dem besten Weg, ein Heiliger zu werden, wenn es nach Mrs. Capstick geht.“
Am nächsten Morgen tat Stephen so, als käme er in einem von Martins Morgenmänteln aus seinem eigenen Bett, während Daisy die Frühstückstabletts hereinbrachte. Martin stand, noch immer nackt, auf und stellte sich vor das Feuer, das Daisy angezündet hatte, nachdem sie die Tabletts abgestellt hatte. „Wir müssen zum Fraueninstitut hinuntergehen und mit meiner Ausbildung beginnen“, verkündete Martin.
Er wollte gerade klingeln, als Stephen ihn aufhielt und seine Kleidung selbst ausbreitete: eine kurze Hose, ein Unterhemd, Unterwäsche, Turnschuhe und einen Cricket-Pullover. „Das brauchst du“, sagte er. Dann nahm er die Unterwäsche weg. „Ich will sehen, wie du dich unter deiner Hose bewegst; keine Unterhose.“
„Na schön, aber für dich auch nichts“, sagte Martin, ging hinüber und zog Stephen den Morgenmantel von den Schultern, sodass sein prächtiger Körper zum Vorschein kam, der noch rosig von der Wärme des Bettes war. Er umfasste Stephens halb erigierten Penis und streichelte ihn. Er richtete sich in seiner Hand auf. Martin küsste ihn leidenschaftlich und eilte dann zum Tisch, sodass Stephen nackt und erigiert dastand.
„Das ist nicht fair!“, jammerte Stephen.
„Tut mir leid, aber unser Frühstück darf nicht kalt werden“, sagte Martin grinsend.
Stephen zog seinen Morgenmantel wieder an und ging zu Martin hinüber. Er beugte sich hinunter und küsste ihn auf die Wange: „Du bist ein ganz böser Junge, Mylord. Ich muss dich wohl übers Knie legen.“
Später am Morgen fuhren sie mit ihren Fahrrädern die frostige Straße hinunter ins Dorf und stemmten schon bald Hanteln und machten Sit-ups, wobei Stephen Anweisungen gab. Immer wieder hielt Martin inne, beobachtete Stephen beim Schwitzen und Anstrengen und erinnerte sich an ihr erstes Treffen im Schwimmbad. So würde er ihn immer in Erinnerung behalten.
Nach fast zwei Stunden rief Stephen: „Halt!“ Martin ging zu dem älteren Jungen hinüber, hob die Arme hinter den Kopf und vergrub sein Gesicht im Dreck.Stephen leckte Martins Achselhöhlen, saugte den Schweiß aus den Haaren und biss ab und zu sanft in den geschwollenen Bizeps, den Stephen bereitwillig anspannte. Dann zog er Martins Hose herunter, spreizte dessen feste Pobacken und fuhr mit der Zunge über das helle Schamhaar, um den moschusartigen, schweißigen Duft des jungen Lords einzuatmen, bevor er die muskulösen Pobacken auseinanderzog und seine Zunge tief zwischen sie schob.
"Oh mein Gott!", stöhnte Martin, "Wo hast du das denn gelernt?"
„Nirgends, ich habe dich nur beobachtet und plötzlich wollte ich es auch. Ich habe es erfunden, Mala! Ich werde dich ‚Mala‘ nennen“, fuhr Stephen fort, „denn das ist Latein für Wange, weil du die süßesten Wangen hast, die ich je gekostet habe oder je kosten werde“, sagte Stephen stolz auf sein Latein und fügte hinzu: „Du bist ein bisschen frech, und das ist auch ‚mala‘, und das liebe ich.“ Martins Herz machte einen Sprung; es war das erste Mal, dass Stephen andeutete, dass ihre Beziehung mehr als nur Freundschaft sein könnte.
"Dann nenne ich dich Derby", sagte Martin und hob Stephens Arme wieder über seinen Kopf; "Die reichen, schwarzen Gruben von Derbyshire", erklärte Martin, "machen mich hart wie die Kirchenbank während der langen Predigt, wenn ich in deine Gruben hinabsteige", sagte Martin und lachte über seinen Versuch, einen Akzent nachzuahmen.
»Wenn du das so möchtest, dann soll es so sein«, sagte Stephen, während Martin sein Gesicht an die Brust des Jungen schmiegte und seinen Duft einatmete, zufrieden damit, gehalten zu werden.
Als die Jungen mit ihren Fahrrädern zurück nach Croome fuhren, rief Martin herüber: „Sag mal, Derby, ich glaube, wir sollten zusammen baden, wenn wir wieder zu Hause sind.“
„Das wäre schön, Mala“, sagte Stephen und lächelte breit über die Verwendung ihrer vertrauten Spitznamen, während sie die Ulmenallee entlangradelten.



